Studie zur Sorgerechtsproblematik bei Trennung und Scheidung

Die Universität Tübingen führt aktuell eine Studie zur Sorgerechtsproblematik bei von Trennung und Scheidung betroffenen Eltern und Kinder durch. Nähere Infomationen und den entsprechenden Fragebogen gibt es hier auf den Seiten der Medizinischen Fakultät.

Die KiMiss-Studie untersucht die Frage, in welchem Ausmaß das Getrenntleben oder die Trennung von Eltern und Kindern zu einer Sorgerechtsproblematik, oder zu Problemen wie Eltern-Kind-Entfremdung oder Sorgerechtsmissbrauch führt.

Die Studie befragt betroffene Eltern nach der Lebenssituation des Kindes und nach Verhaltensweisen des anderen Elternteils oder eines Sorgerechtsvertreters. Ein langfristiges Ziel der Studie ist, gesellschaftliche und praktizierbare Definitionen für Begriffe wie Sorgerechtsmissbrauch, Kindesmissbrauch oder Kindesmisshandlung zu entwickeln.

Die Macher der Studie rufen alle, die von einer Sorgerechtsproblematik, von Problemen im Kontakt zu einem Kind, oder von der Entfremdung eines Kindes betroffen sind, dazu auf,  an dieser Studie teilzunehmen.
Der Zeitaufwand hierfür kann durchaus eine Stunde übersteigen. Daran ist aber die Tiefe der Untersuchung zu erkennen.

„Machen Sie mit – werden Sie Teil einer Gesellschaft, welche Sorgerechtsprobleme und ihre Folgen definiert.“ – rufen die Macher der Studie den Betroffenen zu.

Es wird noch auf Folgendes hingewiesen:

Die KiMiss-Studie dient wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Zielen. Das Ausfüllen des Fragebogens erfolgt anonym und unabhängig von Gerichten, Jugendämtern, oder ähnlichen Institutionen. Ein Rückschluss von Ergebnissen auf Studienteilnehmer ist nicht möglich.

Muss das Umgangsrecht am Geld scheitern ?

Wenn das Kind weit weg vom anderen Elternteil lebt, bereitet die Wahrnehmung des Umgangs tatsächliche Probleme. Wie ist das, wenn allein die Fahrtkosten kaum aufgebracht werden können, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist oder auf eine Übernachtungsmöglichkeit am Ort des Umgangs ? Diese praktischen Probleme führen oft dazu, dass das Umgangsrecht nicht wahrgenommen werden kann.
Die Situation ist noch verschärft, wenn der umgangsberechtigte Elternteil ein geringes Einkommen hat oder gar Leistungen nach dem SGB II bezieht.

Der Verein Gleichmass e.V. hat sich dieses Problems angenommen und eine Titelstory für den Monat Februar daraus gemacht, die hier zum download bereit steht. Grundsätzlich gilt: Der Umgang des Kindes mit seinen Eltern ist ein Grundrecht, das aus Artikel 6 GG folgt. Dieses Recht darf einem nicht einfach verwehrt werden. Wenn die Ausübung dieses Rechts am Geld zu scheitern droht, dann ist die Solidargemeinschaft gefordert, also Jobcenter, ARGE, Sozialbehörden…

Hier gilt es, dicke Bretter zu bohren und eventuelle Widerstände auf den Ämtern zu überwinden.

Das Recht auf Großeltern

Der Verein Gleichmass e.V. thematisiert in seiner Titelstory für den Januar das Recht der Kinder auf ihre Großeltern.  Der Autor Hannes Schneider weist hier auf die vielfältigen außergerichtlichen Möglichkeiten hin, die Großeltern von Trennungskindern zur Verfügung stehen. Das breit gefächterte Instrumentarium sollte je nach Einzelfall abgewogen und zielgerichtet eingesetzt werden, um letztlich auch im Interesse des Kindeswohls zu handeln.

Der Artikel steht hier auf den Seiten des Vereins: Titel Story Januar.

Verantwortung – innehaben, abgeben, übernehmen….

Verantwortung ist ein großes Wort. Verknüpft mit Ansprüchen, die von außen und von innen an einen selbst gestellt werden.

In familienrechtlichen Auseinandersetzungen erleben wir es häufig: Wa geschieht in der Krise mit der Verantwortung – für sich selbst, für die Familie, für die Kinder ?

Besonders in den Fällen, in denen es um das Sorgerecht geht, ist viel von Elternverantwortung die Rede.

Doch wie sieht es in der Praxis aus – was bedeutet Verantwortung ?

Angesichts des Schiffsunglücks vor der toskanischen Küste war viel von der Verantwortung und/oder der Verantwortungslosigkeit des Kapitäns die Rede.

Der Bayerische Rundfunk nahm dies zum Anlass und widmet sich heute im Tagesgespräch diesem Thema. Mehr dazu hier auf den Seiten des Senders.

Süddeutsche Leitlinien Unterhaltsrecht 2012

Das OLG Stuttgart hat die unterhaltsrechtlichen Leitlinien, die ab Januar 2012 Gültigkeit haben veröffentlicht.

Sie stehen hier auf den Seiten des Oberlandesgerichts zum download bereit.

Was geschieht mit dem Vermögen und den Schulden nach der Trennung ?

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. lädt zu einem weiteren Themenabend in die Brauereigaststätte „Zollerhof“ nach Sigmaringen ein.

Am Mittwoch, den 01. Februar 2012 ab 19:30 Uhr werde ich über die vermögensrechtlichen Folgen einer Trennung oder Scheidung. Neben den güterrechtlichen Ausgleichsansprüchen wie dem Zugewinn werden auch Fragen behandelt, die das weitere Schicksal gemeinsamer Schulden betreffen. Ich widme mich an diesem Abend vornehmlich den praktischen Fragen, die sich die Betroffenen im Hinblick auf das Vermögen stellen, wenn sie vor einer Trennung stehen. Vom gemeinsamen Konto bis zur Immobilie geht die Spannbreite. Außer den Schulden treibt die Betroffenen oftmals die Sorge um, dass Vermögen verschoben werden könnte verbunden mit der Frage, wie man sich davor schützen könnte.  Sowohl gerichtliche Verfahren wie auch die Möglichkeiten außergerichtlicher Lösungsansätze werden in diesem Zusammenhang thematisiert. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Schleswig-Holsteinisches FG: Lohnsteuerklasse III gibt es auch für eingetragene Lebenspartner

Das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht hat nun entschieden, dass auch eingetragene Lebenspartner vom Ehegattensplitting profitieren können, wenn auch die weiteren Voraussetzungen vorliegen.

Die Richter begründeten dies mit ernsthaften Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit des Ausschlusses von den Regelungen zur Steuerklasseneinteilung, wie sie Ehegatten zukommen. Beim Bundesverfassungsgericht sind hier bereits entpsrechende Verfahren anhängig.

Als entscheidungserheblich sahen die Richter die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftssteuer bei homosexuellen Paaren an. Diese Entscheidung wird hier auf LTO besprochen.

Schleswig-Holsteinisches FG: Lohnsteuerklasse III auch für eingetragene Lebenspartner – Das Rechtsmagazin nicht nur für Juristen | Legal Tribune ONLINE.

Scheidungskinder

RTL hat dem Thema „Scheidungskinder“ ein Extra-Themen-Special gewidmet. Die Sendung wird am 03. Januar 2012 ausgestrahlt, leider zu nachtschlafender Zeit um 0:55 Uhr.

Die Reportage begleitete 2 Kinder und deren Eltern sowie eine Mitarbeiterin des Jugendamtes über 1 1/2 Jahre. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, dass es den ehemaligen Partnern im Interesse ihrer Kinder gelingen muss, auch in der ansonsten persönlich sehr belastenden Situation, die Elternverantwortung bewußt wahrnehmen zu können.