Frau Pauli und das Verfallsdatum

24 09 2007

Nun hat die Frau Landrätin eines eingestanden: Der Vorschlag, die Ehe mit einem Verfallsdatum zu versehen, war gar nicht von ihr, sondern von einem Kabarettisten. Der hat sich – so habe ich es im Bayerischen Rundfunk gehört – natürlich darüber gefreut, dass es einem Vertreter der Kabarettistenzunft auch mal gelungen ist, in die Politik hineinzuwirken, wo es doch normalerweise anderherum ist, nämlich, dass die Politiker den Kabarettisten den Stoff liefern.

Denkt man an früher, also an ganz früher, so an die Zeit, als es noch Hofnarren gab, war das ähnlich. Der Narr war der einzige, der den Herrschenden den Spiegel vorhalten durfte, ohne dafür bestraft zu werden. Und es soll viele solcher Narren gegeben haben, die die heimlichen Berater ihrer Herrschaft waren und die einen größeren Einfluss auf die Politik gehabt haben, als man vordergründig glauben möchte.

Wenn also Frau Pauli an die Spitze der CSU gewählt werden sollte, darf man dann darauf hoffen, dass wieder mehr auf die Hofnarren gehört wird ? Wir werden sehen


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