nochmals zum Stern-Artikel

ich habe mich ja bereits zum Stern-Artikel im Heft Nummer 2 geäußert. Für uns Praktiker im Familienrecht stand – erwartungsgemäß – wenig neues darin. Erfreulicherweise versucht der Artikel, die Mediation als Alternative zu pushen.

Weiterführendes haben die Leute vom Stern unter dem Linktipp zusammengestellt:

ein ausführlicher Artikel zur Mediation

eine Darstellung der 10 schlimmsten Vermögensfehler.

Die einzelnen Fehler sind exemplarisch mit einem kleinen Fallbeispiel dargestellt. Natürlich wird man die Situation nicht eins zu eins übertragen können, die Beispiele sind aber sehr gut dafür gemacht, für die Problempunkte zu sensibilisieren.

Darüber hinaus weise ich immer bei passender Gelegenheit, wie zum Beispiel bei Vorträgen oder Themenabenden darauf hin, dass eine Hochzeit über Monate hinweg vorbereitet wird, untger enormem Aufwand von Zeit und Geld. Einer bevorstehenden Trennung sollte man auch das entsprechende Augenmerk schenken. Gerade hier können Fehler passieren, die dann „richtig teuer“ werden.

Hinzu kommt, dass ein gewisses Zeitbudget einfach eingeplant werden muss, um die anstehenden und zu lösenden Aufgaben auch erfüllen zu können.

Dies gilt primär natürlich für die Mediation genauso wie andere – alternative – Konfliktbearbeitungsmöglichkeiten. Aber auch für hochstreitige gerichtliche Auseinandersetzungen ist eine gründliche Vorbereitung unerlässlich.

Das Scheidungsvokabular ist meiner Meinung nach ein Muß, wenn man dem Vokabular der mit der Angelegenheit befassten Juristen folgen mag. Daneben möchte ich hier auf mein Rechtsprechungsblog hinweisen 🙂

Unter dem Titel „Saubere Trennung“ widmen sich die Macher vom Stern dem Themenkomplex Ehevertrag.

Eine vertragliche Gestaltung bietet sich nicht nur dann an, wenn ein Unternehmen im Vermögen eines der Ehegatten steht – dann wäre es vielleicht sogar schon sträflich keinen Ehevetrag zu haben.

Es gibt eine Vielzahl von Konstellationen – hier gilt : your lawyer is your friend 🙂

Die Betratung über den Sinn und Zweck eines Ehevertrages ist in aller Regel gut angelegtes Geld – zumal dann, wenn der Artikel über die Vermögenskiller schon hinreichend sensibilisiert hat. Und Vorsorge ist allemale besser wie Nachsorge.

Unter dem Titel „Scheidung als Geschäftsidee“ wird eine zunächst auf den ersten Blick obskure Agentur „Rosenkrieg“ vorgestellt. Hier wird meiner Meinung nach aber konsequent das verfolgt, was wir Familienrechtler // Mediatoren nie aus den Augen verlieren dürfen: Die betroffenen Menschen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen.

Veröffentlicht von Roland Hoheisel-Gruler

Volljurist// Mediator // Dipl. Forstwirt (univ.)//Hochschullehrer

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