Großeltern und ihre Enkelkinder

Die ZEIT beschäftigt sich in einem aktuellen Artikel mit der Prägung von Enkelkindern durch ihre Großeltern. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass dieser Zweig der Entwicklungsforschung noch relativ jung ist. Die gewonnenen Ergebnisse lassen sich wohl noch nicht in allgemein gültige Sätze fassen.

Soweit dem Artikel zu entnehmen ist, werden hier Beispiele aus intakten Familienverbänden vorgestellt. Dabei wird auf die Prägung durch Erzählung, aber auch Mimik und Gestik abgestellt. Rituale und Bräuche innerhalb der Familie sollen wohl über 2 Generationen hinweg tradiert werden. Diese Erkenntnis scheint einleuchtend zu sein, ist doch die Elterngeneration zu nahe dran und mit der eigenen Lebenswirklichkeit verhaftet, um die nötige Distanz schaffen zu können. Gerade diese Distanz verschafft – neben der Annahme der größeren Lebenserfahrung – die notwendige Autorität, um der Tradition von familienspezifischen Geschichten und Riten die notwendige Basis zu verschaffen.

Nicht beleuchtet wird hier die Problematik von Trennungs- und Scheidungskindern, oder von Kindern, bei denen in intakter Familie der Kontakt zu den Großeltern abgebrochen ist. Dies indes interessiert den Familienrechtler in besonderem Maße – inwieweit ist der Umgang zu den Großeltern dem Kindeswohl per se dienlich – und unter Umständen sogar dienlicher, als es das Gesetz derzeit sieht ? Wie wirkt sich ein Kontaktabbruch nach Trennung und Scheidung aus, inwieweit sind die über die Großeltern weitergegebenen Traditionen wichtig für die weitere Kindesentwicklung ?

Diese Fragen harren noch der Antwort.

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