OLG Saarbrücken zur Darlegungslast bei Verstößen gegen eine Umgangsregelung

Der 1. Familiensenat des OLG Saarbrücken hat jetzt Ausführungen dazu gemacht, dass derjenige Elternteil, der in der gerichtlichen Umgangsentscheidung zur Gewährung von Umgang verpflichtet ist, die Darlegungs- und Feststellungslast dafür trägt, dass er die Zuwiderhandlung nicht zu vertreten hat.

Mit dieser Argumentation des Gerichtes wird es in Zukunft schwieriger werden, sich hinter dem (angeblichen) Willen des Kindes zu verstecken, wenn eine gerichtliche Umgangsverfügung erschwert oder nicht eingehalten wird.

Denn der Elternteil muss dann im Einzelnen darlegen können, dass er alles dafür getan hat, die gerichtliche Umgangsregelung auch durchzusetzen und dass es dann trotz seinen Bemühungen nicht an ihm gelegen hat, dass es nicht geklappt haben könnte.

Hier gibt es die Entscheidung im Volltext:

 

Beschluss des 1. Senats für Familiensachen vom 8.10.2012 – 6 WF 381/12 –.

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