Ausbildungsunterhalt – Grundsätze

§ 1610 Abs. 2 BGB regelt den Anspruch auf Ausbildungsunterhalt. Dieser umfasst die Kosten einer begabungsbezogenen Berufsausbildung. Normalerweise endet die Ausbildung erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres.
Bedürftigkeit besteht in der Regel während der gesamten Dauer der Berufsausbildung und umfasst daher auch Zeiten, in denen das Kind bereits volljährig ist.
Der BGH definiert das Maß des Anspruchs auf eine angemessene Ausbildung nach der Begabung und den Fähigkeiten, dem Leistungswillen und den beachtenswerten Neigungen des Kindes. An diesen Kriterien ist der Ausbildungsunterhalt zu messen.
Hierbei kann das Kind aber nicht jede Ausbildung für sich verlangen.
Ihre Finanzierung muss sich in den Grenzen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern bewegen. Auf deren Beruf oder gesellschaftliche Stellung kommt es aber nicht an.
Geschuldet wird von den Eltern also eine ihnen wirtschaftlich zumutbare, begabungsbezogene Berufsausbildung.

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