Das Gegenseitigkeitsprinzip im Ausbildungsunterhalt

Im Recht des Ausbildungsunterhalts gilt das Gegenseitigkeitsprinzip. während die Eltern dem – minderjährigen oder volljährigen Kind eine Ausbildung zu einem Beruf schulden, sind die Kinder verpflichtet, ihre Ausbildung mit gehörigem Fleiß und gebotener Zielstrebigkeit zu betreiben, um sie innerhalb angemessener und üblicher Dauer zu beenden und sich danach selbst zu unterhalten.
Das unterhaltsrechtliche Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist von gegenseitiger Rücksichtnahme geprägt. Dieses Rücksichtnahmegebot hat zur Folge, dass die Eltern leichtere Verzögerugen in der Ausbildung hinnehmen müssen. Sogar ein zeitweiliges Versagen führt nicht zum sofortigen Verlust des Unterhaltsanspruches.
Auf der anderen Seite verlangt das Gegenseitigkeitsprinzip, dass das Kind seine Ausbildung mit Fleiß und Zielstrebigkeit durchzuführen hat. Es kann sogar so weit kommen, dass durch die nachhaltige Verletzung der Obliegenheit, die Ausbildung planvoll und zielstrebig aufzunehmen und sodann durchzuführen, der Ausbildungsanspruch insgesamt gefährdet sein kann. Ein Ausbildungsanspruch kann dabei für die gesamte Ausbildungsdauer nur insgesamt bejaht oder verneint werden.

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterhaltsrecht haben, finden Sie hier unser online-Angebot rund um das Unterhaltsrecht.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Sie finden hier unser Angebot der telefonischen Rechtsberatung.

 

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