Kinder – Kinderrechte – Kindergrundsicherung

Heute besuchte ich die Kinderrechte-Tour auf dem Alten Markt in Magedburg. Dort konnte ich äußerst interessante Gespräche führen. Hierbei hat sich meiner Meinung nach gezeigt, dass es wichtig ist, die Rechte der Kinder nicht nur ins Bewusstsein zu rücken, sondern eben diese Rechte im Grundgesetz zu verankern.

Denn natürlich sind alle dafür, Missbrauch hart zu bestrafen, Kinderpornographie sowieso, und Menschen, die Kinder halb tot prügeln, einzusperren.

Das Bild ändert sich, wenn es darum geht, auch psychische Gewalt als solche zu benennen, das Küsschen für die Tante eben nicht zu tolerieren oder darauf zu verweisen, dass Kinderbilder im Internet auch schon gar nichts verloren haben. Digitaler Narzissmus, Gleichgültigkeit und mangelnde Sensibilität, das sind Baustellen, die mit einer verfassten Stellung der Kinderrechte angegangen werden könnten.

Und dann fiel mir noch dieser Tweet von Annalena Baerbok in die Hände:

https://twitter.com/abaerbock/status/1139133193112686595?s=12

Und der passt eigentlich ganz gut zum Thema:

Es geht nämlich nicht nur darum, Kindern ihre Lebensgrundlagen zu sichern, ich sehe auch einen großen Pluspunkt darin, dass über dieses Instrument Eltern in Trennungssituationen der Streitpunkt um den Unterhalt genommen werden kann – und damit auch ein vergiftetes Faustpfand, wenn es um Umgangsregelungen und Sorgerecht geht.

Wenn die Grundsicherung auf beide Elternteile verteilt würde, dann würde wohl ein Rennen darum entstehen können, wer das Kind jetzt gefälligst zu betreuen hat – eine Umkehrung der derzeit noch häufig anzutreffenden Situation. Mal sehen, was daraus wird….

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass alle kindbezogenen Themen am Besten zwischen den Beteiligten Eltern einer einvernehmlichen Regelung zugeführt werden sollten – weil die beiden sich und das oder die Kinder am besten kennen – und auch ihrer Verantwortung gerecht werden können (sollen). Womit ich wieder bei meinem Grundsatz angelangt wäre: Mediation ist eine Möglichkeit, auf kommunikativem Wege zu Vereinbarungen zu kommen, die eigenverantwortlich erarbeitet wurden und die ebenso evaluiert werden können – im Interesse der Bedürfnisse aller.