Archiv der Kategorie: Religion & Co.

Pfingsten- Passen Heiliger Geist und Wissenschaft zusammen? – und wie ist das mit der Mediation???

An Pfingsten feiern Christen, dass der Heilige Geist vom Himmel auf die Erde kommt, um die Gläubigen zu stärken. So steht es in der Bibel. Der Heilige Geist also nur eine fromme Legende? Nein, er hat auch Platz in der modernen Quantenphysik – berichtet der Bayerische Rundfunk
— Weiterlesen www.br.de/nachrichten/amp/kultur/pfingsten-passen-heiliger-geist-und-wissenschaft-zusammen,RSVGCMP

Dieser wissenschaftstheoretische Text hat mich zur Frage gebracht, wie diese Überlieferung der christlichen Kirchen und die Wirkweise der Mediation zusammengebracht werden können, wobei es nicht um das Wirken des Heiligen Geistes gehen soll – dominus et vivificantem – sondern um die Erzählung der Geschichte, wie sie in der Apostelgeschichte niedergeschrieben ist.

Eine Erzählebene hat hier nämlich mit Kommunikation zu tun – und mit Erkennen und Verstehen.

Und damit sind wir bei einem zentralen Element meditativer Arbeit: Es geht um das Äußern von Gedanken, Positionen, Wünschen und Bedürfnissen – und hier befinden sich die Medianten in der Situation der Jünger in Jerusalem: In Ihrem Innersten sind sie sich klar, aber allein mit sich, ihrer Erfahrung und auch ihren Zweifeln. Was fehlt, ist das Feuer, das über sie kommt und in ihnen wirkt. Dieser Anstoß des Pfingstwunders weckt die Äußerungen- und die Jünger gehen und reden in allen Zungen: Das bedeutet: Sie haben nicht nur den Mut gefunden, zu reden – sondern Zuhörer, die sie verstanden haben. Das war nicht selbstverständlich sondern bedurfte genau dieses Feuers, das als Transformator diente – zur Äußerung wie zum Verständnis.

Und so ist es auch die Aufgabe des Mediators – dieses Feuer in den Medianten zu entzünden, zum Mut zur Entäusserung ebenso wie zum Zuhören und zum Verstehen.

Frohe Pfingsten!!!

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Nach der Weihnachtszeit – die Heilige Patchworkfamilie

Nach der weihnachtlichen Festzeit kehrt nun wieder der Alltag ein. Weihnachten ist auch immer wieder ein Anlaß, über die Heilige Familie nachzudenken. Nicht nur das Kind in der Krippe, Ochs und Esel und die Engel und Hirten stehen da im Mittelpunkt. Es ist die Familie des Christkindes, die zum Nachdenken anregt. Maria und Josef, sie waren verlobt, sie war schwanger aber nicht von ihm. Er will sie zuerst verlassen, nimmt sich ihrer und des Kindes an.

Eigentlich eine ganz moderne Geschichte – als Familienrechtler bin ich mit Patchworkfamilien tagtäglich befasst. Auch die Fragen der Vaterschaft und der elterlichen Verantwortung stellen sich täglich neu.

Im Kuckucksvaterblog hat Alfred Mignon einen lesenswerten Beitrag geschrieben: „Jesus war kein Kuckuckskind“

Über den Hl. Josef und seine Bedeutung in heutiger Zeit als Vorbild habe ich bereits hier und hier geschrieben.

 

Unterhalt für die Vergangenheit? in praerteritum non vivitur

in praerteritum non vivitur by rhg_anwalt
in praerteritum non vivitur, a photo by rhg_anwalt on Flickr.

Der altrömische Rechtssatz hat seinen Niederschlag im § 1613 BGB gefunden und besagt, dass Unterhalt für die Vergangenheit in der Regel nicht verlangt werden kann.

Das Unterhaltsrecht wird von diesem Grundsatz durchzogen.

Unterhalt soll und darf dem Unterhaltsberchtigten eben nur ermöglichen, seine laufenden Kosten der Lebenshaltung zu bestreiten.

Der Unterhaltsanspruch ist kein Schadenersatzanspruch für die Kosten, die in der Vergangenheit anderweitig zur Befriedigung der Bedürfnisse aufgebracht worden sind.

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterhaltsrecht haben, finden Sie hier unser online-Angebot rund um das Unterhaltsrecht.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Sie finden hier unser Angebot der telefonischen Rechtsberatung.

 

 

Rechtsverzicht

A iure recredere praesumitur: Ein Rechtsverzicht darf nicht ohne weiteres vermutet werden. Dieser Rechtssatz besagt, dass Verzichte sehr eng auszulegen sind. In einem Vergleich bleiben daher solche Ansprüche unberührt, an die keine der Parteien gedacht hat.

Frohe Ostern !

Wir wünschen ein frohes und gesegnetes Osterfest !!

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Josef 2010

Am heutigen Josefstag möchte ich die Gelegenheit nutzen, hier ein paar Gedanken über die Bedeutung des Hl. Josef auch für die Arbeit unseres Hauses darzustellen.

 

Der Hl. Josef, wie er auf vielen Bilder dargestellt wird, bekommt nach der Darstellung im Matthäus-Evangelium im Traum die Offenbarung der Schwangerschaft seiner Verlobten Maria mitgeteilt. Nachdem er zunächst daran dachte, die Verlobte wegen der Schande zu verstoßen, nahm er von diesem Vorhaben Abstand.

Er stellt damit auch in der christlichen Tradition die Vaterfigur für Jesus dar. Im historischen und kulturellen Kontext war er damit für die Erziehung des Kindes und seine weitere Entwicklung verantwortlich.

Trennungsväter und Scheidungsväter, Stiefväter in Patchworkfamilien, Alleinerziehende finden daher in  der Figur des Hl. Josef einen Vater, der in einer für sie vergleichbaren Situation sich zurecht finden musste. Ist der Hl. Josef daher nicht mehr als nur „Ernährer Jesu“, wie er in der christlichen Literatur auch dargestellt wird ? Die Reduktion der Vaterrolle auf die des Ernährers bedeutet doch nicht mehr, als die Verantwortung für die materiellen Lebensgrundlagen.

Auf heutige familienrechtliche Themenstellungen übertragen bedeutet dies aber, dass der Rolle des Ernährers derjenige gerecht wird, der seiner Barunterhaltspflicht nachkommt.

Sorgerecht hingegen definiert sich bekanntermaßen als das Recht und die Pflicht, für das minderjährige Kind zu sorgen. Das geht über die bloße Ernährerrolle weit hinaus. Begleitet von der Erkenntnis, dass der regelmäßige Kontakt zu beiden Elternteilen dem Kindeswohl dienlich ist, wird deutlich, dass gerade in Trennungs- Scheidungs- oder Patchworksituationen es für die Kinder von emminenter Wichtigkeit ist, einen Vater positiv erfahren zu können und zu dürfen.

Dies beginnt bei der elterlichen gemeinsamen Verantwortung für das Kind und hört beim gemeinsamen Miteinander-Sein noch lange nicht auf.

Damit ist der Hl. Josef nicht nur Ziehvater und Ernährer, sondern auch Vor- und Leitbild für die heutigen Väter in den verschiedensten familiären Kontexten.

Die katholische Kirche verehrt den Hl. Josef auch als Schutzpatron für eine gute Sterbestunde. Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung, der Diskussion um die Auslegung des Patientenwillens sowie die Debatten um alle möglichen Formen der Sterbehilfe ist daher der Hl. Josef von großer Aktualität.

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest !

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 Eine sehr schöne Weihnachtsgeschichte hat das Magazin „chrismon“ veröffentlicht – und hier ins Netz gestellt: Ein Comic, der die Geschichte aus der Sicht des hl. Josef erzählt.

Paulus

Zum Ende des Paulusjahres konnte der Vatikan mit einer Sensation aufwarten: Die sterblichen Überreste des Apostels Paulus sind aller Voraussicht nach in der Kathedrale St. Paul vor den Mauern entdeckt worden.

Ein sehr schöner Beitrag  zum Apostel Paulus und seine Bedeutung zeigte das ZDF, das dankenswerterweise diesen Beitrag zur Nachschau hier ins Netz gestellt hat. Hier wird uns nicht nur der Apostel näher gebracht, in diesem Beitrag findet sich auch ein längeres Interview mit Antje Vollmer zum Thema Paulus und Religiosität. Unbedingt sehenswert !

 Und hierbei soll nicht vergessen werden, dass wir heute das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus feiern.