Vaterschaftstest

Wir bieten Ihnen an, zum Pauschalpreis von EUR 90,00 brutto, das sind EUR 75,63 netto zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von derzeit 19 % außergerichtlich die Einwilligung in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung einzuholen.

Wir werden uns dann mit den anderen Verfahrensbeteiligten in Verbindung setzen, auf die bestehende Rechtslage hinweisen und auf die Erteilung der Einwilligung hinwirken.

Die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens ist von diesem Auftrag nicht umfasst und muss gesondert beauftragt werden.

Für diese außergerichtliche Tätigkeit haben wir einen Fragebogen vorbereitet, der nachstehend zum download bereit steht:

abstammungsgutachten

Die hierin erhobenen Daten brauchen wir zur Fallbearbeitung.

Bitte beachten Sie hierzu nachstehende rechtlichen Hinweise:

Nachdem das Bundesverfassungsgericht heimlich eingeholte Vaterschaftstests als rechtswidrig eingestuft hatte, musste der Gesetzgeber handeln.

Er hat dann den betroffenen Eltern und Kindern ein eigenständiges Verfahren nach § 1598a BGB zur Hand gegeben. Dieses zielt auf die bloße Klärung der leiblichen Abstammung. Es entfaltet also keine Statuswirkung. Das Ergebnis dieses Verfahrens führt also weder zur Feststellung noch zur Beseitigung eine rechtlichen Vaterschaft.

§ 1598a Abs. 1 Satz 1 BGB regelt, dass Vater, Mutter und Kind jeweils gegenüber den anderen beiden Familienmitgliedern einen Anspruch auf Klärung der Abstammung haben.

Nach Nr. 1 ist allein der rechtliche Vater anspruchsberechtigt. Der (nur) biologische Vater hat nach dieser Vorschrift keinen Anspruch.

Auch kann das Kind nach Nr. 3 nur überprüfen lassen, ob sein rechtlicher Vater auch sein biologischer Vater ist.

Der Anspruch ist an keine weiteren Voraussetzungen gebunden.

Es gibt auch keine Fristen, die eingehalten werden müssen.

Grundsätzlich müssen die am Verfahren Beteiligten, also der andere Elternteil und das Kind in das Verlangen einwilligen. Sie müssen sich dann auch Blut- bzw. Gewebeproben für eine genetische Abstammungsuntersuchung entnehmen lassen.

Wenn sie sich allerdings widersetzen, wird ein gerichtliches Verfahren notwendig. In diesem Falle kann dann die verweigerte Einwilligung gem. § 1598a Abs. 2 BGB vom Familiengericht ersetzt werden.

Sollte die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens notwendig werden, stimmen Sie bitte das weitere Vorgehen mit uns ab.

 

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