Verbraucherinsolvenz

Wir begleiten unsere Mandanten durch das Verbraucherinsolvenzverfahren.

Hier finden Sie einen Aufnahmebogen zur außergerichtlichen Schuldenbereinigung:

Aufnahmebogen außergeichtliche Schuldenbereinigung

Die Verbraucherinsolvenz läuft folgendermaßen ab:

Zu Beginn des Verfahrens steht der aussergerichtliche Einigungsversuch.

Hier versuchen wir, uns mit Ihren Gläubigern auf der Basis eines von uns individuell erarbeiteten Schuldenbereinigungplanes zu einigen.

Dieser Plan berücksichtigt Ihre Einkommens- und Vermögenssituatiuon unter Berücksichtigung des pfändungsfreien Einkommens.

Für diese Phase besteht die Möglichkeit, dass die Kosten von der Betratungshilfe übernommen werden.

Wir bitten deshalb vor Mandatserteilung darum, dass Sie sich bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Amtsgericht um einen Beratungsschein bemühen. Unter Umständen hängt die Gewährung von Beratungshilfe davon ab, dass eine weitere Bescheinigung einer Schuldnerberatungsstelle beigebracht wird. In diesem Falle mögen Sie sich bitte auch diese Bescheinigung besorgen.

Wichtig ist, dass in dieser Phase alle Gläubiger dem vorgeschlagenen Plan zustimmen müssen. Ist dies nicht der Fall, ist die aussergerichtliche Phase als gescheitert zu betrachten.

Sodann kann dann beim zuständigen Insolvenzgericht ein Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens gestellt werden.

Diesen Antrag können Sie selbst stellen. Im Verfahren ist die Verwendung amtlicher Formulare vorgeschrieben.

Wenn wir bereits das außergerichtliche Verfahren für Sie durchgeführt haben, können wir für Sie die Erstellung der Formulare sowie die Vorbereitung der Antragstellung gegen ein Honorar in Höhe von EUR 60,00 incl. 19 % MwSt. (EUR 50,42 zzgl. EUR 9,58 MwSt.) übernehmen. Gleichzeitig beantragen wir für Sie Restschuldbefreiung.

Hier finden Sie das entsprechende Formular:

Aufnahmebogen Inso gerichtlich

Mit dem gerichtlichen Verfahren beginnt für Sie dann auch die sogenannte „Wohlverhaltensphase“. Sie dauert sechs Jahre. Das Gericht wird einen Treuhänder einsetzen, der Ihre Einkünfte und Vermögen verwaltet. Ein Teil des Gehalts wird in diesen sechs Jahren vom Arbeitgeber oder Arbeitsamt direkt auf ein so genanntes Treuhänderkonto abgeführt. Falls Sie in dieser Zeit etwas erben sollten, muss davon die Hälfte abgeführt werden. .

Wichtig ist, dass während dieser Wohlverhaltensphase Sie einige Pflichten und Obliegenheiten zu beachten haben. Wenn Sie diese vernachlässigen, gibt es keine Restschuldbefreiung.

Beispielsweise darf geerbtes Vermögen nicht verschweigen werden, Es muss jede zumutbare Arbeit angenommen werden. Während der gesamten 6 Jahre muss man immer „greifbar“ sein. Deswegen sind Wohnortswechsel bekanntzugeben. Das selbe gilt für Arbeitsplatzwechsel. Hier ist besondere Vorsicht geboten, wenn am neuen Arbeitsplatz der Verdienst geringer ausfallen sollte.

Sind die sechs Jahre vergangen, erlässt das Gericht die restliche Schulden.

Die Gläubiger müssen auf noch ausstehende Beträge verzichten. Eventuell existierende Schuldtitel (Urteile, Vollstreckungsbescheide, Vergleiche etc.) werden wertlos.

 

Wichtige Informationen zu diesem Themenbereich bietet auch die Broschüre des Justizministeriums.

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Ein Kommentar zu „Verbraucherinsolvenz

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