Stern zu Trennung und Scheidung

Der Stern dieser Woche titelt: Richtig trennen – wie Scheidungskinder am Wenigsten leiden.

„Wenn die Eltern auseinandergehen, bedeutet das für Kinder einen Schicksalsschlag. Ihr Seelenschmerz galt bisher als unvermeidbar. Studien belegen nun das Gegenteil: Entscheidend ist, wie Väter und Mütter miteinander und mit den Kindern umgehen
Tipps, Hilfen und Ratgeber für Eltern in einer Zeit der Verunsicherung“ – schreibt das Magazin zum Titel in seiner Online-Ausgabe.

Entscheidend ist aber auch, wie wir Familienrechtler unsere Mandantschaft beraten, gerade in den Fragen, wenn es nach der Trennung um die Kinder geht.

Als Mediator halte ich persönlich die Lösung dieser Problematiken in Mediationssitzungen für am besten geeignet, um einen nachhaltigen Erfolg herbeizuführen. Dies nicht zuletzt deswegen, weil die Eltern zwar die mit am meisten betroffenen Personen sind, aber aufgrund der eigenen Befindlichkeit nicht unbedingt am geeignetsten, eine selbstverantwortete Lösung ganz ohne fremde Hilfe herbeizuführen.

Daneben sind alle Bemühungen, dem Cochemer Modell in der Praxis einen weiteren Raum einzuräumen, zu begrüßen.

Nicht zuletzt darf aber bei der ganzen neuen Einigkeit nicht vergessen werden, dass es nach meienr Auffassung noch viel zu viele Fälle gibt, bei denen es zum Sorgerechtsentzug keine Alternative gibt.

Außerdem gilt: Wenn die Eltern die gemeinsame Verantwortung nicht schaffen, ist die Alleinsorge immer noch die bessere Alternative.

Die Erfahrung zeigt darüberhinaus folgendes: Wenn ich bei Themenabenden zum Thema „Was passiert mit meinem Kind, wenn mir etwas passiert“ vor allein erziehenden Eltern zu dem Punkt komme, dass im Falle eines Falles der misorgeberechtigte Elternteil beim Tod des anderen die Alleinsorge von gesetzeswegen erhält, ernte ich regelmäßig einen Sturm der Enrüstung.

Dies hat – wie es der Spiegel-Artikel andeutet – etwas damit zu tun, wie die Eltern nach der Trennung ihre Elternverantwortung bewußt wahrnehmen.

Damit sie es tun können, bedarf es umfassender Aufklärung und Beratung:

your lawyer is your friend 🙂

Trend hält unvermindert an

Auch über das ganze Wochenende hinweg war der Beitrag zu § 1362 BGB mit Abstand der am meisten nachgefragte.

Eine genauere Analyse der Suchmaschinenanfragen ergibt, dass sich drei Hauptproblemfelder abzeichnen:

– diejenigen, die sich über diese Rechtsprechung ein genaueres Bild verschaffen wollten.
– diejenigen, die sich mit Fragen nach der Bedarfsgemeinschaft in Hartz IV beschäftigen und dabei Fragen nach dem Vollstreckungsschutz haben
– diejenigen, die Fragen nach dem „nichtehelichen Güterrecht“, Eigentumsrecht, Hausrat etc. haben und in Verbindung mit Pfändungsschutz geklärt haben wollen.

Das Ganze zeigt, dass das Recht der Nichtehelichen Lebensgemeinschaften systematischer untersucht und dargestellt werden sollte.

Ich werde auf alle Fälle dies zum Anlaß nehmen, das Vortragsskript zur NEL und den dazugehörigen Vortragsflyer auf die aufgeworfenen Problemfelder zuzuspitzen.

Bundessozialgericht tanzt um die Frage, wann Tango Kunst ist

Endlich komme ich dazu, das überaus interessante Urteil des Bundessozialgerichtes im blog zu besprechen.

Ist es Kunst, wenn jemand Tango Argentino lehrt ? – und was viel wichtiger ist: Hat jemand, der Tango Argentino lehrt – Anspruch darauf, in der Künstlersozialkasse versichert zu werden ?

Das Bundessozialgericht meinte: nein !

Die Kanzlei erwacht

… wieder aus ihrem kurzen Winterschlaf.

Ein Blick auf die Blog-Statistik offenbart, dass der Beitrag über die Problematik zur analogen Anwendung des § 1362 in den letzten Tagen am meisten traffic erhält.

RA-micro überrascht mit einer neuen Benutzeroberfläche….

… und die Lyrik zum Tage sammle ich jetzt in diesem blog : mörikestrasse

SILVESTER

.. ist der Tag für gute Vorsätze.

für dieses Blog gilt:

endlich vernünftige Kategorien einführen
das layout überdenken

und sich auf ein spannendes 2007 freuen 🙂

… vor 3 Jahren – ich war noch in der Kanzlei in der Josefinenstraße tätig, schickte mich der Kanzleisenior mit einem Packen Mahnbescheide am Silvesterabend nach Stuttgart zum Mahngericht.

Diese Zeiten sind gottseidank vorbei – dank der elektronischen Anbindung der Kanzlei gehören solche Fahrten der Vergangenheit an – und der Silvesterabend gehört nun ganz und gar der Familie.

Ich wünsche allen ein gutes und gesundes 2007

Roland Hoheisel-Gruler
Rechtsanwalt // Mediator

Zum Jahresende beschert das OLG

… uns noch eine Entscheidung zur Mietminderung. Demnach darf die Miete dann gemindert werden, wenn sich die Struktur der Mitmieter nachteilig verändert.
Erläutert ist das ganze hier :

Das alte Jahr…

… klingt aus mit einem wunderschönen Bach-Choral – von dem es eine mindestens ebenso schöne Klavierbearbeitung von Fanny Hensel gibt….

Das alte Jahr vergangen ist….

… die Noten sieht man erst, wenn man auf die grafik klickt 🙂

Adieu 2006

nun ist das Jahr vorbei. Der Schreibtisch wird aufgeräumt.

Die Kanzlei ist nächstes Jahr wieder da. Dann werden hier allerlei Einblicke, Aus- und Seitenblicke, wichtiges und nebensächliches dargestellt werden.

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