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Können Computerprogramme tatsächlich uns Anwälte ersetzen?

Das Handelsblatt titelte: Leitplanken für digitale Rechtsdienstleister.

Der Artikel ist hier:

http://amp.handelsblatt.com/politik/deutschland/leitplanken-fuer-digitale-rechtsdienstleister-wenn-computerprogramme-die-anwaelte-ersetzen/20672376.html

im Internet zu finden.

 lawyer im eis

Richtig ist, dass so genannte digitale Rechtsdienstleistungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher ungeahnte Risiken bergen.

Zu kurz gedacht ist aber auch die Vorstellung, man könne anwaltliches Handeln auf Algorithmen reduzieren. Selbst bei der Beurteilung von massenhaft auftretenenden Fallgestaltungen bedarf es immer noch des geordneten Blickes und der Anwendung dessen, was wir als juristisches Handwerkszeug einmal beigebracht bekommen hatten:

Obersatz – Definition – Subsumtion – Lösung und die entsprechende Diskussion der sich im konkreten Fall aufwerfenden Fragen. Dadurch werden dann auch in standardisierbaren Verfahren immer noch hohe Anforderungen gestellt, die von Maschinen noch nicht oder nur unzureichend erfüllt werden können.

Die Verbraucherin oder der Verbraucher hat aber in der Regel kein Interesse an juristischer Feinfühligkeit sondern möchte schnell und unkompliziert eine Lösung seines realen Problemes.

Weil nun aber juristische Denkmuster sich fundamental von lösungsorientierten Ansätzen zunächst unterscheiden und der Lösungsansatz dann auf einem gesicherten rechtlichen Fundament unter Abwägung von sowohl materiellrechtlichen als auch verfahrensrechtlichen Risiken erfolgt, besteht hier ein von den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Am Einfachsten lässt sich das so darstellen, dass der Rechtssuchende mit einem Sachverhalt ankommt, der nach seiner Vorstellung feststeht und er die hieraus sich abzuleitende Rechtsfolge einfach erwartet. Bekanntlich liegt der Teufel im Detail und vor den materiellrechtlichen Anspruch hat man dem Ratsuchenden noch die Hürden der Darlegungs- und Beweislast gelegt.

In komplexeren Sachverhalten kommen gegebenenfalls auch noch Zielkonflikte hinzu, die gegebenenfalls gegeneinander abgewogen sein möchten etc. etc.

Die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in unserem Land – wir unterliegen mit unserem Tun der Aufsicht unserer Kammern. Dies ist unter anderem auch ein Garant dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Qualtität erwarten können und dürfen.

Von daher ist es gut und richtig, wenn sich die Politik jetzt der digitalen Rechtsdienstleister annimmt und hier mit einer zu schaffenden Aufsicht Standards setzt und Bürgerinnen und Bürger schützt.

Nicht umsonst sind wir Anwältinnen und Anwälte nicht in erster Linie Geschäftsleute, sondern unabhängiges Organ der Rechtspflege.  Und das ist gut so!

….. your lawyer is your friend 🙂

 

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Anwälte: immer seltener bei Gericht

Die Gerichte ächzen vor steigenden Fallzahlen, die Terminkalender sind voll und Terminierungen bis in die zweite Jahreshälfte des kommenden Jahres sind keine Seltenheit. Mitunter wird sogar von einem Stillstand der Rechtspflege gesprochen.

Gleichwohl hat das Soldan-Institut herausgefunden, dass wir Anwälte immer weniger bei Gericht aufschlagen:

https://www.soldan.de/insights/soldan-institut-anwaelte-gehen-immer-seltener-zu-gericht/

Das hat sehr wohl etwas damit zu tun, dass wir unsere Arbeit nicht unbedingt darauf ausrichten, Fälle vor Gericht zu bringen, sondern wir unser Wissen und Können darauf verwenden, Mandanten an ihrer Problemstellung abzuholen und nach Bewertung der Sach- und Rechtslage Handlungsalternativen zu entwickeln.

Von daher macht auch das Ergebnis Sinn, dass Alternative Konfliktlösungsmechanismen zumindest im anwaltlichen Tätigkeitsfeld eine eher untergeordnete Rolle Anwalt sein bedeutet eben mehr, als nur Transformator für gerichtliche Schreiben zu sein oder in schwarzen Umhängen über Gerichtsflure zu flanieren.

Because your lawyer is your friend 🙂

Keine Bange vor dem LegalTechHype?

Derzeit scheint es fast so zu sein, als sei Legal Tech der Aufreger schlechthin, wenn es um die Zukunft der Rechtsberatung geht.

Konstantin Filbinger hat auf den Seiten von LTO einen lesenswerten Beitrag veröffentlicht:

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/legal-tech-vorsicht-vor-dem-hype/

Unter dem Titel „Vorsicht vor dem Hype“ nähert er sich zunächst der Definition von LegalTech und bricht die Möglichkeiten der Digitalisierung herunter auf die Anforderungen, die an unseren Beruf gestellt werden.

Sein Fazit ist nicht nur, dass alles nicht so schlimm ist, sondern auch, dass hier noch so vieles im Fluss ist, dass genauere Prognosen ohnehin nur schwer zu treffen sind,

Nun bedeutet das nicht, dass man sich als Anwalt zurücklehnen kann. Gerne wird der Vergleich bemüht, dass kein einziger Pferdekutschen-Hersteller es geschafft habe, sich ins automobile Zeitalter zu retten. Uns Anwälten wird ein gleiches Schicksal prognostiziert- mehr noch: Wir werden als schlichtweg überflüssig angesehen.

Eine solche Haltung verkennt aber, was anwaltliche Tätigkeit ausmacht, worin sie besteht und warum wir letztlich ein unabhängiges Organ der Rechtspflege und keine Unternehmer in Sachen Recht sind.

Legal Tech ist am Ende ein Teil des Big Deal. Ein Blick in die Geschichte lehrt, dass Deals schon immer Ursache von Unfrieden waren und sind – man muss sich ja nur die Tagesordnungen unserer Gerichte ansehen. Das Recht, sowohl was das Verfahrensrecht als auch was das materielle Recht betrifft, hat hiergegen schon immer eine friedensstiftende Funktion. Um diese auch verantwortungsvoll wahrnehmen zu kennen, braucht es Menschen mit Sachverstand und Weitblick – gerne auch mit technischer Unterstützungsleistung. Wer mehr verspricht, untergräbt letztlich diese kulturelle friedensstiftende Leistung.

Kommunikation zwischen Kanzlei und Mandantschaft

Klassisch sieht die Kommunikation zwischen Anwaltskanzlei so aus, dass zunächst ein Termin mit dem Sekretariat vereinbart wird. In der ersten Besprechung stellt sich dann heraus, dass zur weiteren Prüfung und Fallbearbeitung noch Unterlagen gebraucht werden. Diese werden dann entweder per Post oder zu einem späteren Zeitpunkt persönlich vorbeigebracht oder eventuell gemailt.

In der Folgezeit wird dann geschrieben oder gemailt oder telefoniert. Dies alles kostet auch die Mandanten Zeit und Ressourcen – und es bereitet einige Herausforderungen, wenn die eigene Arbeitszeit mit der der Kanzlei in Konflikt gerät.

Ich biete Ihnen daher gestützt auf die Zusammenarbeit mit e-consult und der Deutschen Anwaltshotline einen sicheren und zuverlässigen Kommunikationskanal an, der neben dem klassischen Besuch in der Kanzlei in vielen Fällen die Bearbeitung beschleunigen und effektiver gestalten hilft:

Eine erste Kontaktaufnahme kann über das Anfrageportal auf meiner Seite www.anwalteasy.com erfolgen. Hier können Sie auch schon eine Sachverhaltsschilderung hinterlassen und Dokumente hochladen. Ihre Daten werden sicher und verschlüsselt hochgeladen – die Unwägbarkeiten bei Mails entfallen somit.

Im bestehenden und laufenden Mandatsverhältnis können Sie über Ihre eigene online-Akte, die verschlüsselt und gesichert ist, Daten herunterladen oder hochladen. Sie erhalten die Schriftsätze und Anfragen nicht übr mail sondern in diesem abgesicherten System. Dadurch können Sie bequem nach Feierabend sich den Anfragen oder Mitteilungen widmen, Ihrerseits gleich darauf reagieren und selbst Textmitteilungen schreiben. Ihre Nachrichter liegen dann am nächsten Morgen schon Ihrer Akte zugeordnet zur weiteren Bearbeitung vor.

Schließlich gibt es noch Fallkonstuktionen, bei denen Sie sich Rechtssicherheit wünschen, aus Kostengründen aber den Weg zum Anwalt scheuen. Dies ist unter Anderem ein Anwendungsbereich für die telefonische Rechtsauskunft. Wenn Sie meine Hotlinenummer

0900 1876 0000 21

anrufen, erhalten Sie Auskunft zu Ihrer Rechtsfrage. Die Kosten hierfür belaufen sich auf EUR 1,99 /min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkanbieter können unter Umständen höhere Minutenpreise verlangen, diese werden aber auf alle Fälle angesagt.

Weitere Kosten entstehen hier nicht. Die Gesprächsschnitte werden bei mir regelmäßig ermittelt und liegen nach Auskunft der Deutschen Anwaltshotline, über die die Abrechnung erfolgt, bei durchschnittlich unter 7 Minuten je Gespräch.

Für unterwegs gibt es das ganze Kommunikationspaket auch als App. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier.

 

 

Wohnungsmängel : Checkliste für die Besichtigung

Mietrecht

Die Anzeige in der Zeitung oder in einem Internetportal klingt verlockend.   Jetzt steht die Besichtigung mit Makler oder Eigentümer an. Kann die Besichtigung tatsächlich die geweckten Erwartungen erfüllen? In der Praxis zeigt sich häufig, dass die Probleme mit der vermeintlichen Traumwohnung sich erst später zeigen. Dabei fällt auf, dass ein genaues Hinschauen vor Unterzeichnung des Mietvertrages viel Ärger hätte ersparen können.

Seien es Hausflur, Heizung  oder Steckdosen – worauf Sie beim ersten Besuch achten sollten, hat der WDR hier gut verständlich zusammengefasst:

Wohnungsmängel entdecken – Checkliste für die Besichtigung – Wohnen – Verbraucher – WDR

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

Gezieltere Anfragen zum Thema sind auch über mein Portal www.anwalteasy.com möglich.

Wer zahlt meinen Anwalt, wenn die Kündigung droht?

Häufig wird Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten, das Arbeitsverhältnis durch Aufhebungsvertrag zu beenden. Die Vorteile auch für den Arbeitgeber liegen hierbei auf der Hand: Durch die vertragliche Beendigung des Arbeitsverhätlnisses wird ein unter Umständen langwieriger Kündigungsschutzprozess vermieden.

Für die betroffenen Arbeitgeber stellt sich nun die Frage, ob und gegebenenfalls wie die hierfür anfallenden Anwaltsgebühren bezahlt werden. Schließlich habe man ja eine Rechtsschutzversicherung: Doch hier lohnt sich ein Blick in die Versicherungsbedingungen. Unter Umständen ist die außergerichtliche Tätigkeit nicht versichert oder auf die Beratungsleistung beschränkt.

Mehr dazu auf den Seiten der FAZ:

Kolumne „MEin Urteil“: Zahlt die Versicherung meinen Anwalt, wenn die Kündigung droht? – Mein Urteil – FAZ.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

 

Vaterschaftstest ohne Anwalt bei Gericht beantragen?

Die Artikelserie zum Abstammungsrecht im Kuckucksvaterblog geht weiter. Im aktuellen Beitrag befasse ich mich mit der Frage, ob ein Verfahren zur Klärung der Abstammung mit einem Anwalt durchgeführt werden muss oder nicht.

Der aktuelle Artikel findet sich hier:

Wie kann ich ohne Anwalt den Vaterschaftstest bei Gericht beantragen? – Recht & Gesetz – von Roland Hoheisel-Gruler | kuckucksvater.

Anwaltszwang besteht im Abstammungsverfahren nicht. Ob es aber Sinn macht, sich diese Kosten zu sparen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die nächste Folge wird sich daher mit den Kosten des Vefahrens befassen.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Rechtsberatung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

 

 

Scheidung mit einem Anwalt – Kosten sparen bei Trennung und Scheidung?

Immer wieder taucht die Frage nach dem „gemeinsamen Anwalt“ in Trennungs- und Scheidungssituationen auf. Man hat doch schon so viel im Internet gelesen, oder aus dem Freundes- und Bekanntenkreis entsprechendes gehört. Hintergrund solcher Überlegungen ist der Umstand, dass im Scheidungsverfahren Anwaltszwang nur für die Antragstellung besteht. Wenn man dem Antrag selbst nicht entgegentreten möchte und dem Antrag nur zustimmt, bedarf es keiner anwaltlichen Vertretung.

Auch ist es durchaus möglich, sich beraten zu lassen, wenn es nicht darum geht, eine Trennung und Scheidung hochstreitig durchzuführen und man sich im Wesentlichen einig ist.

Hier gilt aber unbedingt, dass genauestens geklärt ist, wer denn nun Auftraggeber des Anwalts ist. Der Anwalt hat die Interessen seines Mandanten zu vertreten. Damit kann er aber nicht die Interessen beider Ehegatten vertreten. Er kann allenfalls im Beisein des Mandanten mit dem Ehegatten Verhandlungen führen und in dessen Einverständnis auch Hinweise geben.

Der gemeinsame Anwalt ist daher niemals ein „gemeinsamer“ – sondern der Anwalt eines der Beteiligten. Die Beteiligten können sich darüber verständigen, dass nur einer anwaltlich vertreten sein solll – und dass man sich vielleicht auch die Kosten, die dem einen erwachsen, teilt.

Kürzlich erst wurde diesbezüglich höchstrichterlich geurteilt. Der ISUV weist auf seiner Homepage darauf hin:

Kosten sparen bei Trennung und Scheidung: Scheidung mit einem Anwalt | ISUV.

Anwaltskosten gehören zum Schadensersatz

Wer geschädigt wurde und deswegen anwaltliche Hilfe in Anspruch nimmt, kann auch die Anwaltskosten in die Schadenpositionen mit einrechnen. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Schädigung auf einer unerlaubten Handlung oder auf  strafrechtlich relevanten Verhalten beruht. Die Grenze ist dort zu ziehen, wo die Beauftragung des Anwalts weder erforderlich noch zweckmäßig erscheint.

Das hat das Amtsgericht in München wieder einmal schön herausgestellt.

Anwaltskosten gehören zum Schadensersatz – Aktuelle Verbraucherinfos der Schwäbischen Zeitung – schwaebische.de.