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Lebensversicherung: Ansprüche trotz Scheidung

Nach einer Ehescheidung sind die ehemaligen Partner zwar getrennt  – unter Umständen kann aber einer noch von der Lebensversicherung des anderen profitieren – und das auch ungeachtet der Fragestellung, ob diese Versicherung im Zugewinn oder beim Versorgungsausgleich Berücksichtigung gefunden hatte.

Lebensversicherung: Ansprüche trotz Scheidung – Aktuelle Verbraucherinfos der Schwäbischen Zeitung – schwaebische.de.

Denn wenn der Versicherungsfall eintritt – also der Versicherungsnehmer stirbt  – dann muss die Versicherung die Versicherungssumme an die in der Police benannte bezugsberechtigte Person auszahlen.

Wenn nun der geschiedene Ehegatte „vergessen“ hatte, diese Bezugsberechtigung nach der Scheidung zu ändern, muss die Versicherung an den geschiedenen Ehegatten ausbezahlen, wenn dieser damals in die Versicherung eingetragen war. Der neue Ehegatte geht dann leer aus. Das hat zumindest das OLG in Koblenz jüngst so entschieden.

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Wer bekommt eigentlich die Lebensversicherung ?

Die Lebensversicherung gehört nach wie vor mit zu den beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Wenn der Versicherungsfall eintritt, der Versicherte also vor dem Bezug der Versicherungsleistung verstirbt, dann heisst es unter Umständen schon, ganz genau hinzusehen, wer denn die Versicherungsleistung erhalten soll.

Smiling couple

 
Das OLG in Bamberg hat jetzt entschieden, dass die Versicherungsleistung der zweiten Ehefrau und nicht der ersten zustehen soll. Hier ist ein link zur entsprechenden Pressemitteilung.

Einen vergleichbaren Fall hatte der BGH noch 2007 anders entschieden. Hier habe ich die BGH-Entscheidung in meinem Rechtsprechungsblog erläutert.

Auf alle Fälle empfiehlt es sich, bei der Benennung der Bezugsberechtigung äußerste Vorsicht walten zu lassen.