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Haltung in der Mediation

Die Haltung des Mediators oder der Mediatorin wird gerne als ein zentrales Element bei dieser Form einer alternativen Konfliktbewältigung beschrieben. Doch was genau ist gemeint, wenn die Haltung angesprochen wird?

Gemeint ist hier weniger die Gesinnung, die der Meditator mit in diesen Prozess bringt, vielmehr geht es eher um die Einstellung, die diesem Prozess und seinen Beteiligten entgegengebracht wird. Von daher wäre das englische Wort „attitude“ auch angemessen.

An erster Stelle steht hier das Stichowort „Respekt“. Dabei geht es nicht darum, dass man als Mediator Respekt von den Medianten einfordert, sich also zum Herr des Verfahrens aufschwingt und den Ton angibt. Das ist eine Gefahrenquelle, die immer leicht dann zu sprudeln beginnt, wenn die Medianten schon mit dieser Erwartungshaltung ankommen, man möge ihren Konflikt lösen. Wie leicht nimmt man diese Ehre an – und verlangt dann den Respekt für die hieraus sich ergebende Autorität! Dabei ist es genau anders herum: Als Mediator muss man den Medianten allen Respekt entgegenbringen, schon allein deswegen, weil sie sich eigenverantwortlich ihrem Konflikt und dem Verfahren stellen. Eine wichtige Aufgabe für den Mediator ist hierbei, dafür zu sorgen, dass auch die Medianten miteinander respektvoll umgehen. Gerade in familiären Konflikten ist dies keine Selbstverständlichkeit. Die Einstellung des Mediators muss daher lauten, diese Haltung zu vermitteln, ein Quäntchen mehr Respekt dem Gegenüber aufzubringen, als man selbst für sich einzufordern gedenkt.

Gerade diese Haltung führt dazu, dass ein Grundstein dafür gelegt werden kann, die andere Partei in ihrer Ganzheit anzuerkennen und damit auch zuzulassen, dass grundsätzlich auch andere Sichtweisen auf die Konfliktstellung als die eigene erst einmal grundsätzlich möglich und denkbar sind. Wenn eine respektvolle Begegnun ermöglicht werden kann, dann ist diese Brücke zwischen den Gegensätzen aufgespannt. Damit ist natürlich weder gesagt noch verlangt, dass die andere Sicht auf die Dinge gutgeheißen werden müsste.

Damit einher geht auch die zweite Begrifflichkeit: nämlich die der „Wertschätzung“. Das ist etwas, das den Mediator permanent fordern muss: die Aufgabe, dass jeder Mediant in seiner eigenen Position, in der er sich im Konflikt befindet, erst einmal grundsätzlich wertgeschätzt werden muss. Das ist auch dann der Fall, wenn diese Position sich grundsätzlich von eigenen Grundeinstellungen unterscheidet. Das bedeutet, dass auch für auf den ersten Blick abwegig erscheinende Positionen und Interventionen diese wertgeschätzt sein wollen. Denn nur dann, wenn der Mediant für sich und seine Überzeugung Wertschätzung erfahren kann, kann er sich ernstgenommen fühlen und sich dem Prozess anvertrauen. Dabei muss er zweierlei lernen und erfahren: Erstens die Wertschätzung für sich und die eigene Position, die er einfordern kann und die dann auch entgegengebracht werden muss. Im Gegenzuge wird er aber auch die konträre Position wertschätzen müssen – denn nur so gelingt es, die Wertigkeit des eigenen Standpunktes in den Prozess einzuführen. Werde ich und meine Haltung wertgeschätzt und erstgenommen, dann muss ich das auch mit jener der anderen Konfliktpartei vornehmen. Dies ist unter Umständen schwierig – der Mediator muss hierbei also zeigen, dass er beide Medianten in ihren unterschiedlichen Positionen schätzt und ihnen die ihnen zukommende Wertschätzug zuteil kommen lässt. Die Erfahrung des Medianten, wertgeschätzt zu werden ist daher mindestens so wichtig wie die Erfahrung, mitzuerleben, dass auch der andere wertgeschätzt wird – und dass beide aufgefordert sind, selbiges ebenfalls zu tun.

Damit einher geht dann die weitere Forderung an den Mediator, nämlich über den Respekt und die Wertschätzung hinaus auch den Medianten als einen anderen Menschen in seiner Rolle in diesem Konflikt wahrzunehmen und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen. Den Medianten also in seiner besonderen Eigenart bei der Lösung seines Konfliktes zu unterstützen. Dabei gehört es zwingend dazu, dass die Fähigkeiten der Medianten, selbst den Konflikt zu bearbeiten und zu lösen, aufgespürt, erkannt und gefördert werden. Es sind gerade die in dem Konflikt gefangenen Kräfte, die durch die aktive Rolle des Mediators gefördert werden müssen. Die Konfliktlösungskompetenz liegt bei den Parteien des Konflikts, nicht beim Mediator. Diese Grundhaltung verlangt auf der einen Seite Zurückhaltung, auf der anderen Seite aber immer eine Portion an Zuversicht und Optimismus und fördernde Unterstützung. Diese Zurückhaltung öffnet erst den Weg dorthin, dass man sagen kann, Konflikte sind dazu da, gelöst zu werden. Negative Einflüsse können so nicht einfach nur weggewischt oder negiert werden, sie können auf der anderen Seite aber auch nicht dazu führen, dem Konflikt ungebremst seinen Lauf zu lassen.

Durch diese Haltung werden die Konfliktparteien in ihrer eigenen Kompetenz gestärkt, die konkret vorhandene Schwierigkeit zu erkennen, zu bearbeiten und einer Lösung zuzuführen.

Vielleicht tut sich dann eine Schwierigkeit an einer anderen Stelle auf – dann hat man das Lösungshandwerkszeug zur Hand – oder man schafft eine nachhaltige Befriedung der Situation. Damit ist zwar nicht gesagt und auch nicht gefordert, dass die vormaligen Konfliktparteien als nunmehr „beste Freunde“ auseinander gehen – aber das, was sich störend zwischen sie geschoben hat, ist abgearbeitet und erledigt und der Blick kann nach vorne gehen.

Erbrechtliche Folgen von Trennung und Scheidung

ISUV 05-2017

Der nächste Themenabend des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. findet am Mittwoch, den 3. Mai 2017 um 19:30 Uhr im Gasthof „Bären“ in Sigmaringen statt. An diesem Abend geht es um die erbrechtlichen Folgen von Trennung und Scheidung. Darüber hinaus werden auch mögliche Strategien aus erbrechtlicher Sicht erörtert, wenn eine Scheidung ansteht. Auch sollen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten auch schon während bestehender Ehe erörtert werden. Ein weiterer Punkt wird sich mit der Erbfallvorsorge nach der Scheidung und den Problemen beim Hinzutreten neuer Partner befassen. Referent des Abends ist der Fachanwalt für Familienrecht und Mediator Roland Hoheisel-Gruler aus Sigmaringen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es besteht die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion.

Diese Fehler sollten Sie vermeiden, wenn Sie Ihr Testament machen

Erbrecht

Der  größte Fehler ist der, dass man das Testament so lange vor sich herschiebt und allenfalls Entwürfe fertigt, und dann doch nicht testiert.

Aber auch wenn man seinen letzten Willen schließlich doch niedergeschrieben hat, finden sich häufig Fehler, die später zu Streitigkeiten führen.

FOCUS Online erklärt in einem lesenswerten Artikel die sieben häufigsten Fehler:

Quelle: Testament: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

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Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

Gezieltere Anfragen zum Thema sind auch über mein Portal www.anwalteasy.com möglich.

Die wichtigsten Fragen zum Testament

Erbrecht

Ein Testament zu errichten, ist für sich allein genommen eigentlich nicht schwer. Es ist aber eine Tatsache, dass selbst Erblasser mit großen Vermögen die Überlegungen dazu, was nach ihrem Tod mit dem Nachlass passieren soll, gerne von sich schieben.

Es gibt formale Gesichtspunkte zu beachten, wie ein Testament korrekt verfasst wird. Wenn kein Testament da ist, können unter Umständen  Nachteile wegen der Erbschaftssteuer auf die Erben zukommen.

Häufig wird man mit dem so genannten Berliner Testament konfrontiert, aber ist diese Lösung angesichts der vielfältigen Patchwork-Situationen zeitgemäß und vor allem für die Familie praktikabel?

Die Süddeutsche Zeitung hat hier

Testament – Den Nachlass so regeln, wie man will – Süddeutsche.de

einen Ratgeber zusammengestellt, der die wichtigsten Fragen rund um das Erbrecht aufgreift und hilft, für dieses Thema zu sensibilisieren.

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Richtig vererben

Erbrecht
Die Regelung der letzten Dinge gehört oft zu denjenigen Angelegenheiten, die man gerne auf die lange Bank schiebt. Und doch muss man sich damit auseinandersetzen, wer was erben soll, ob ein Testament jetzt angesagt ist oder geändert werden muss – und nicht zuletzt, wie man sich die eigene Beerdigung wünscht: Erd- oder Feuerbestattung oder in einer anderen Bestattungsart und vieles mehr.

Die Süddeutsche Zeitung hat lesenswerte und leicht zu beherzigende Tipps zusammengestellt:

Quelle: (1)Testament: Sieben Tipps rund ums Erben – Geld – Süddeutsche.de

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Das wichtigste zum Ehegattenerbrecht

Viele Eheleute haben ein Berliner Testament und setzen sich gegenseitig zu Alleinerben ein. Haben sie nichts geregelt, muss sich der überlebende Ehepartner das Erbe in aller Regel mit anderen Erben teilen.

Der Finanztipp hat auf seinen Seiten das Wichtigste zu diesem Thema zusammengestellt:

Ehegattenerbrecht: Das Erbrecht des Ehegatten – Finanztip

Um unangenehme Folgen zu vermeiden, ist es ratsam, ein auf die individuellen Bedürfnisse und Lebensumstände abgestimmtes Testament zu erstellen oder einen Erbvertrag zu schließen.

Streit ums Erbe: Focus online stellt 20 Urteile aus dem Erbrecht vor

Focus online hat eine Überblick über die aktuelle Entwicklung im Erbrecht ins Netz gestellt:

Streit ums Erbe: Testament, Anteile, Schulden – die 20 wichtigsten Urteile zum Erbrecht – 20 Urteile Erbrecht – FOCUS Online – Nachrichten.

Es geht sowohl um familienrechtliche Fragestellungen aus der Schnittmenge Scheidungsrecht und Erbrecht, um das immer wieder aktuelle Pflichtteilsrecht bis hin zu Fragen, wie richtig testiert wird oder wo hier Fehlerquellen lauern.

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Erben und Vererben: ISUV-Vortrag in Sigmaringen

Am Mittwoch, den 02. Juni 2010 findet in Sigmaringen der nächte Vortragsabend des Interesssenverbandes Unterhalt und Familienrecht – ISUV – statt.

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An diesem Abend referiere ich zum Themenkreis „Erben und Vererben“.  Hierbei werde ich besonders auf die Folgen einer Trennung und Scheidung für das Erbrecht eingehen sowie Hinweise darauf geben, wie entsprechend vorgesorgt werden kann.

Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr im „Haus am Riedbaum“ (Soldatenheim), Binger Straße 7 hier in Sigmaringen

Größere Kartenansicht

BILD erklärt das Erbrecht

Das war schon recht interessant, was Bild-Chefredakteuer Kai Diekmann bei seiner „Rede über Oberschwaben“ über das Selbstverständnis seines Blattes sagte.

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BILD setzt Akzente und macht Meinung. Und erlegte Wert auf die Feststellung, dass BILD das Sprachrohr für die „kleinen Leute“ sei. Und weil das Blatt sein Ohr bei den Themen hat, die die Leute umtreibt, folgt dem Mietrechtsschwerpunkt, über den ich hier berichtet habe, heute nun der große Aufmacher zu den Änderungen im Erbrecht.

Hier werden fünf  Änderungen, die zum 01.01.2010 in Kraft treten und die Erbfälle, die nach dem 31.12.2009 eintretren kurz vorgestellt und die derzeit geltende Regelung der Neuerung gegenübergestellt.

Eine Kurzanleitung, wie man ein Testament richtig erstellt, rundet das Ganze ab.