Schlagwort-Archive: Gerichtsgutachten

Interview auf LTO: Neue Anforderungen an familienpsychologische Gutachten

Die Qualität familienpsychologischer Gutachten in Gerichtsverfahren soll gesteigert werden. LTO sprach mit der Federführerin der BMJV-Initiative.

Das ganze Interview gibt es hier:

Quelle: Neue Anforderungen an familienpsychologische Gutachten

Süddeutsche Zeitung: Empfehlung soll zu mehr Qualität bei Familiengutachten führen

Wenn Psychologen ihre Expertisen abgeben, kann das weitreichende Folgen haben. Deshalb sollen Gutachten, die über das Schicksal von Familien entscheiden, in Zukunft nach strengeren Regeln erstellt werden.

Quelle: Familiengerichte – Mehr Qualität bei Familiengutachten – Politik – Süddeutsche.de

Deutsches Ärzteblatt berichtet, bei Gerichtsgutachten werde oft die Tendenz vorgegeben

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über eine Untersuchung, wonach es mit der Unabhängigkeit der Gutachter bei Gerichten nicht so gut bestellt sein soll.

23,3 %  der befragten Gutachter gaben hierbei an, vom Gericht bereits eine Tendenz vorgegeben zu bekommen. Ebenfalls beachtenswert ist, dass ein knappes Viertel der Befragten im Rahmen dieser Untersuchung, die an der LMU in München durchgeführt wurde, mitteilte, aus der gutachterlichen Tätigkeit würden mehr als 50 % der Einnahmen erzielt werden.

Mehr als bedenklich ist der Umstand, dass über 40 % der befragten Psychologen – also deutlich mehr als der Durchschnitt, angaben, dass sie vom Gericht eine Tendenz in Einzelfällen oder häufig vom Gericht signalisiert bekommen haben.

In dieser Berufsgruppe ist die wirschaftliche Abhängigkeit von der Auftragserteilung durch Gerichte mit 61,1 % am höchsten.

Mehr dazu gibt es auf den Seiten des Deutschen Ärzteblattes:

Deutsches Ärzteblatt: Gerichtsgutachten: Oft wird die Tendenz vorgegeben (07.02.2014).

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Rechtsberatung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

Dokumentation „Kein Recht aufs Mutter sein“

Der NDR hat eine Dokumentation ausgestrahlt über das Schicksal einer Frau, der die elterliche Sorge entzogen worden war. Ein gerichtliches Gutachten in einem langwierigen Prozess soll letztlich den Ausschlag gegeben haben, dass das Kind in einer betreuten Wohngruppe untergebracht wurde und der Mutter das Sorgerecht entzogen wurde.

Nun wird in diesem Falle das Gutachten angezweifelt. Der Sender schreibt auch auf seiner Internetseite davon, dass bis zu 80 % der familienpsychologiscghen Gutachten mangelhaft seien.

„Kein Recht aufs Mutter sein“ | NDR.de – Regional – Niedersachsen.

Diese Dokumentation reiht sich ein in eine ganze Reihe an Dokumentationen und Reportagen über die gutachterliche Praxis in familiengerichtlichen Verfahren.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Rechtsberatung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

 

 

Wo schlechter Rat teuer sei – NWZ kritisiert Gutachten in Sorgerechtsverfahren

Die NWZonline macht mit der Schlagzeile auf, dass bis zu 80% der Gutachten in Sorgerechtsverfahren schlampig erstellt oder gar fehlerbehaftet seien. Die online-Ausgabe zitiert hier Werner Leitner, der an der Uni Oldenburg unterrichtet. Diese Einschätzung findet sich in einer Reportage über ein gerichtliches Sorgerechtsverfahren.

Ausführlich kann der Fall hier nachgelesen werden:

Wo schlechter Rat teuer ist | NWZonline.

Gutachten im familiengerichtlichen Verfahren

Nicht nur die ARD-Sendung PANORAMA hat sich mit der Thematik Gerichtsgutachten befasst – ich habe hier dazu bereits berichtet:

https://anwaltsblog.wordpress.com/2013/11/01/gutachter-die-heimlichen-richter-video-zur-sendung/

– auch der MDR hat sich mit einer Reportage kritisch damit auseinandergesetzt, wie Gerichtsgutachten sich in familiengerichtlichen Verfahren auswirken können.

Wenn Gutachter über Familien richten | MDR.DE.

Bereits der Titel der Sendung spricht Bände, wird doch impliziert, dass die Gutachter die Macht haben, über Wohl und Wehe in einer Familie den Stab zu brechen. Die Gutachterpraxis steht schon länger in der Kritik, wie bereits hier dargestellt:

https://anwaltsblog.wordpress.com/2013/10/30/gutachten-in-sorgerechtsverfahren/

 

Gutachter: Die heimlichen Richter – Video zur Sendung

Gestern abend befasste sich PANORAMA mit der Frage nach der Macht der Gutachter im Prozess.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier

Das Erste Mediathek [ARD] – Gutachter: Die heimlichen Richter – Video zur Sendung Panorama – Donnerstag, 31.10.2013.

in der Mediathek des ARD noch einmal sehen. Prädikat: sehenswert

 

Sorgerechtsentzug nach umstrittenem Gutachten

Die mdr-Sendung exakt hat auf einen tragischen Fall aus dem Vogtland aufmerksam genacht. Hier war nach einer Begutachtung das Kind in einer Pflegefamilie untergebracht und die elterliche Sorge entzogen worden. Dieses Gutachten wies erhebliche Mängel auf, wie mdr berichtet.

Gleichwohl kam es nicht zu einer Rückübertragung des Sorgerechts, allenfalls regelmäßige Umgangskontakte fanden statt.

Die Mutter hat das Kind zwischenzeitlich aus der Pflegefamilie entführt.

Exakt: Sorgerechtsentzug nach umstrittenem Gutachten | MDR.DE.

Bereits hier:

https://anwaltsblog.wordpress.com/2013/10/30/gutachten-in-sorgerechtsverfahren/

 

hatte ich zur Gutachtenproblematik Stellung bezogen.

 

Gutachten in Sorgerechtsverfahren

Gutachter stehen in Sorgerechtsverfahren unter Kritik. Wenn es in einer Kindschaftssache dazu kommt, dass das Gericht ein Gutachten einholen lässt, dann entscheidet dieses Papier unter Umständen darüber, wie das weitere Leben eines Kindes verlaufen wird. Eine schon zugegebenermaßen ältere Untersuchung eines Kölner Psychologen hat ergeben, dass ein großer Teil der verwendeten Tests heutigen wissenschaftlichen Anforderungen nicht oder nur zum Teil genügt.

Die Süddeutsche Zeitung hat hier eine Reportage zu diesem Thema veröffentlicht:

Sorgerechtsverfahren in der Kritik – Schlampige Gutachten – Panorama – sueddeutsche.de.

Als Fazit bleibt, nicht darauf zu hoffen, dass sich in der Politik etwas bewegt, sondern die Verfahren von vorneherein so zu führen und zu begleiten, dass die neuralgischen Punkte bereits im Verfahren vor dem Familiengericht ausdiskutiert werden und das Gutachten nicht einfach nur vom Fazit her gelesen wird. Besser ist allemale, eine konsensuale Lösung zu erarbeiten, die eine Begutachtung insgesamt überflüssig macht.

 

Die FAZ über Gutachter an Familiengerichten: Da sei schlechter Rat teuer

Die FAZ hat sich in einem lesenswerten Artikel über die Gutachterpraxis an Familiengerichten ausgelassen. An der derzeitigen Praxis an den Familiengerichten wird kaum ein gutes Haar gelassen. Fehlgutachten seien an der Tagesordnung – mit oftmals verheerenden Konsequenzen für die betroffenen Kinder und Eltern.

Mehr dazu auf den Seiten der FAZ:

Gutachter an Familiengerichten: Da ist schlechter Rat teuer – Menschen – FAZ.