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BGH-Urteil zu Heizkosten: Mieter müssen auch verspätete Heizkostenabrechnungen zahlen

Mieter müssen auch dann die Heizkostenabrechnungen zahlen, wenn diese den vertraglichen Regeln entsprechend verspätet erfolgen. Das entschied der Bundesgerichtshof in einem Urteil zum Aktenzeichen VIII ZR 152/15. Vermieter haben für die Abrechnung bis zu einem Jahr Zeit – auch bei Altverträgen, in denen kürzere Abrechnungsfristen genannt sein könnten.

Grundsätzlich ist aber die Ausschlussfrist des § 556 III BGB, wonach über die Vorauszahlungen jährlich abzurechnen ist und der Vermieter bei Fristversäumnis von Nachforderungen ausgeschlossen ist, beachtlich.

Quelle: BGH-Urteil zu Heizkosten: Mieter müssen auch verspätete Heizkostenabrechnungen zahlen | tagesschau.de

Heizkosten falsch berechnet – 15 % abziehen!

Wenn der Vermieter die Kosten für Heizung und Warmwasser nicht ordentlich nach Verbrauch abgerechnet hat, kann der Mieter 15 % von den Heizkosten abziehen.

Das steht zwar schon in der Heizkostenverordnung, umstritten war aber, aus was die 15 Prozent zu berechnen sind.

Der BGH hat diese Frage nun entschieden: Der Abzug errechnet sich aus dem Betrag, der in der fehlerhaften Abrechnung aufgeführt ist.

 

Darauf weist ProMietrecht hin.

 

Quelle: Heizkosten falsch berechnet – 15 % abziehen!

Worauf Mieter bei Nebenkosten achten müssen – ein Beitrag in der Süddeutschen Zeitung

Nachzahlung oder Rückerstattung? Jede zweite Nebenkostenabrechnung ist falsch – insbesondere, wenn es um Betriebskosten geht.

Quelle: Worauf Mieter bei Nebenkosten achten müssen – Geld – Süddeutsche.de

Mieter muss Abrechnungen substantiiert angreifen

Das Amtsgericht München hat ein vermieterfreundliches Urteil gefällt. Demnach muss der Mieter, der mit der Nebenkostenabrechnung nicht einverstanden ist, sich en Detail mit der Abrechnung und den Belegen auseinandersetzen. Der Angriff auf die Abrechnung muss demnach substantiiert erfolgen.

Pauschales Bestreiten mit der Begründung, das könne einfach nicht sein, die Abrechnung sei zu hoch, reicht also nicht.

Mehr dazu auf den Seiten von LTO:

AG München zu Mietnebenkosten: Mieter muss Abrechnungen substantiiert angreifen.