Schlagwort-Archive: Immobilie

„Der Rosenkrieg“ – Thema beim nächsten ISUV-Themenabend

Am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 findet um 19:30 Uhr der letzte Themenabend diesen Jahres des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. in Sigmaringen statt. Im Gasthaus „Bären“ in Sigmaringen dreht sich alles um den so genannten „Rosenkrieg“.

In Anlehnung an den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1989 von Danny DeVito mit Michael Douglas und Kathleen Turner in den Hauptrollen , in dem der Anwalt Gavin D’Amato einem Mandanten die Geschichte der tragisch verlaufenden Scheidung des Ehepaares Oliver und Barbara Rose erzählt, geht der Themenabend möglichen Konfliktszenarien in Trennungs- und Scheidungssituationen nach. Ausgehend von Positionen, die von Trennungspartnern in solchen Situationen vertreten werden, erläutere ich die aktuelle Rechtslage.

Hierbei geht es sowohl um Fragen im Unterhaltsrecht und im Güterrecht, mitbehandelt werden auch Streitpunkte im Rahmen der elterlichen Sorge und des Umgangs mit den gemeinsamen Kindern.

Der Film endet tragisch mit dem Tod der Akteure.

Ich will anhand der rechtlichen Fragestellungen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich solche Situationen vermeiden lassen und Alternativen zu Rosenkriegsszenarien aufzeigen.

Dabei werde ich auch die Möglichkeiten der Mediation als Konfliktlösungsinstrument bei Trennung und Scheidung vorstellen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Es besteht die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion.

Werbeanzeigen

Rund um die Scheidungsimmobilie – Vortrag in Sigmaringen

Der ISUV-Themenabend im März widmet sich den Fragestellungen rund um die Scheidungsimmobilie. Dieser findet am Mittwoch, den 07.03.2012 ab 19:30 Uhr in der Brauereigaststätte „Zollerhof“ in Sigmaringen statt. Der ISUV hat mich wiederum als Referenten zu diesem Thema eingeladen.l

Häufig sind bei den Fragen, die anlässlich einer Trennung und Scheidung gelöst werden müssen, Immobilien betroffen. Die Lösung dieser Fragen rund das Familienwohnheim, stellt häufig den Dreh- und Angelpunkt dar.

Die Ehegatten sind an diesen Punkt häufig emotional berührt. Umso mehr ist es die Aufgabe, der mit der Scheidung und den damit verbundenen Folgesachen betrauten Beratern, eine tragfähige Lösung zu erarbeiten.

Letztlich droht im Falle einer Nichteinigung der Beteiligten hier eine Teilungsversteigerung. Nicht nur, dass dies oft als letzte Stufe in einer sich steigernden Auseinandersetzung empfunden wird, sind damit doch in der Regel auch erhebliche finanzielle Einbußen damit verbunden.

An diesem Themenabend werden die wesentlichen Fragestellungen, die sich um die Scheidungsimmobilie drehen, besprochen werden. Es werden alle Scheidungsfolgen behandelt, auf die sich die Immobilie, ihre Nutzung und Finanzierung auswirkt.

Nutzungsregelungen und vertragliche Vereinbarungen über die Immobilie einschließlich ihrer Auswirkungen auf das Unterhaltsrecht werden ebenso thematisiert wie vorsorgende Eheverträge oder Scheidungsvereinbarungen mit Rücksicht auf die Immobilie oder erbrechtliche Vorkehrungen nach der Übernahme eines Hauses. Hinweise zum Verfahren der Teilungsversteigerung sowie gerichtliche Regelungen zu Ehewohnung und Haushaltsgegenständen runden den Themenabend ab. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion, der Eintritt ist frei.

Was geschieht mit Haus und Hof bei Trennung und Scheidung ?

Dieser Frage gehe ich beim nächsten ISUV-Abend in Ravensburg nach.

Der nächste ISUV-Abend in Ravensburg am Mittwoch, den 27. April 2011 um 19:30 Uhr befasst sich mit Vermögensfragen bei Trennung und Scheidung. Im Blickpunkt steht das vormalige Familienheim und die Möglichkeiten, was mit der gemeinsamen Immobilie in Zukunft geschehen sollte. Weiter befasst sich der Abend mit der Frage, wie zu verfahren ist, wenn Streit über die weitere Nutzung der Ehewohnung besteht oder wie die Haushaltsgegenstände zu verteilen sind.

Besonderes Augenmerk wird auf die Möglichkeiten der Mediation in der Vermögensauseindandersetzung gelegt.

Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Die Veranstaltung findet im Gasthaus „Engel“, Marienplatz 71 in Ravensburg statt.

Ich freue mich auf Ihr Kommen.

Infobroschüre: Die Immobilie bei Trennung und Scheidung

Eine Infobroschüre zu den wichtigsten Fragstellungen im Bezug auf das Familienheim bei Trennung und Scheidung habe ich hier zum download bereitgestellt: isuv 11-02 immobilie

Das Familienheim bei Trennung und Scheidung

Die Scheidungsimmobilie spielt in mehreren Bereichen familienrechtlicher Ansprüche eine Rolle, so im Zugewinn und im Unterhalt, aus

Miteigentum, aus Gesamtschuldnerausgleich oder auf gesellschaftsrechtlicher Basis. Ansprüche dürfen nicht doppelt gewichtet werden.

Der Gebrauchsvorteil, den ein Ehegatten durch das mietfreie Wohnen im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung ziehen kann, ist bei der Berechnung des Bedarfs wie auch der Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit als so genannter Wohnvorteil mit in die Berechnung einzubeziehen.

In vielen Auseinandersetzungen nach Trennung und bei der Scheidung ist die gemeinsame Immobilie häufig das zentrale Objekt der Auseinandersetzung.

Die Gründe hierfür sind vielfältig.

In der Regel wird außerhalb des Eigentums an der Immobilie kein weiteres Vermögen mehr vorhanden sein. Der Zugewinn steckt dann faktisch darin fest.

Fragen der Finanzierung und der Unterhaltung der Immobilie haben oftmals in der Ehe die vorhandenen Finanzmittel gebunden. Hierin kann mit ein Auslöser für das Scheitern der ehelichen Gemeinschaft liegen.

Mit der räumlichen Trennung verbunden ist auch die Aufgabe des Lebensmittelpunktes für einen der Partner. Sind Kinder vorhanden, kann sich die Situation noch weiter verschärfen.

Damit einher gehen auch emotionale Belastungen, die einer Einigung im Wege stehen können.

Schließlich führt die Trennung auch zu einer Verknappung der finanziellen Ressourcen, da der Wegfall des Splittingvorteils steuerliche Mehrbelastungen mit sich bringt und Unterhaltsansprüche bedient werden müssen.

In der Regel steht das Familienwohnheim, das während der Ehe erbaut oder erworben wurde, im Miteigentum beider Ehegatten. Nach der Trennung muss hier eine Regelung gefunden werden.
Zentrale Fragestellungen sind:

  • Wird die Familienwohnung verkauft oder kann ein Ehegatte sie übernehmen?
  • Wer nutzt künftig die Familienwohnung?
  • Wie hoch ist das Nutzungsentgelt?
  • Wer trägt welche Lasten?
  • Wer übernimmt welche Verbindlichkeiten?
  • Welche Auswirkungen hat die Nutzung des Familienheims auf den Unterhalt ?

Die Frage nach Verkauf oder Übernahme eines Ehegatten ist in der Regel im Zusammenhang mit der Berechnung eines etwaigen Zugewinnausgleiches zu lösen.

Bei der zukünftigen alleinigen Nutzung durch einen der Ehegatten steht die steht die Festsetzung der Zahlung eines angemessenen Nutzungsentgelts durch den im Haus verbliebenen Partner im Vordergrund.

Das Nutzungsentgelt wird regelmäßig in Höhe der halben ortsüblichen Miete angesetzt.

Während einer Übergangsphase von sechs bis zwölf Monaten kann aber nur die ersparte Miete für eine gegebenenfalls kleinere Wohnung in Ansatz gebracht werden. Dies gilt zumindest dann, wenn die Alleinnutzung dem in der Wohnung verbliebenen Partner „aufgedrängt“ worden ist.

Wenn derjenige Partner, der die vormalige Ehewohnung alleine nutzt, die gesamten Lasten alleine trägt, können die Lasten, die auch den anderen Teil betreffen, mit dem Nutzungsentgelt verrechnet werden. Dies gilt für die eigentümerbezogenen Grundstückskosten sowie die Zins- und Tilgungsleistungen.

Eine gemeinsame Darlehensschuld beider Ehegatten ist bei der Finanzierung des Familienwohnheims die Regel.

Wenn während der Ehe bis zu ihrem Scheitern ein Ehegatte die Verbindlichkeiten getilgt hat, ist ein späterer Ausgleichsanspruch im Hinblick auf diese Leistungen ausgeschlossen.

In der Absprache der Ehegatten in Bezug auf die eheliche Rollenverteilung ist bei der Tilgung der Verbindlichkeiten auch berücksichtigt, dass der andere Ehegatte auf seine Weise in anderer Art Leistungen für die Familie erbringt. Hierin liegt eine andere Anordnung im Sinne des § 426 Abs. 1 Satz 1 BGB vor. Ferner gilt § 1360b BGB, wonach eine gesetzliche Vermutung dahingehend besteht, dass ein Ehegatte von dem anderen auch dann keinen Ersatz verlangen will, wenn er einen höheren als den ihm eigentlich obliegenden Beitrag zum Familienunterhalt leistet.

Mit dem Scheitern der Ehe ist eine andere Situation eingetreten. Die Ehegatten wirken ab der Trennung nicht mehr zusammen, wenn es um die Bestreitung der familiären Bedürfnisse geht. Damit leben ab der Trennung die Ausgleichsansprüche für die Zukunft wieder auf.

Das Scheitern der Ehe wird bereits mit der Trennung anzunehmen sein. Ab diesem Zeitpunkt werden keine Leistungen mehr füreinander erbracht. Die Vermutung des § 1360b BGB gilt nicht mehr, statt dessen gibt es einen Anspruch auf Trennungsunterhalt nach den ehelichen Lebensverhältnissen.

Problematisch ist es, wenn ein Ausgleich nachträglich geltend gemacht wird und der Verpflichtete im Vertrauen darauf, dies werde nicht erfolgen, kein Nutzungsentgelt gefordert hat. Hier kann in der Nichtgeltendmachung eines Nutzungsentgelts auch eine andere Bestimmung i.S.d. § 426 Abs. 1 S. 1 BGB gesehen werden.

Ähnlich sieht es aus, wenn mit Rücksicht auf die Schuldentilgung durch den anderen Ehegatten zunächst kein Unterhalt geltend gemacht wird und der Tilgende später Ausgleich verlangt. Unterhalt für die Vergangenheit nicht geltend gemacht werden, §§ 1613 Abs. 1, 1361 Abs. 4, 1360a Abs. 3 und 1585b Abs. 2 BGB. Die Rechtsprechung ist hier nicht einheitlich.

Einen Infoflyer zum Thema habe ich hier zum download bereitgestellt: isuv 11-02 immobilie