Schlagwort-Archive: Internet

Wie geht das mit der Digitalisierung in Kanzleien?

Ein durchaus lesenswertes Interview zum Thema Digitalisierung hat das Kanzleiforum bei Beck hier:

http://kanzleiforum.beck-shop.de/2017/12/13/digitalisierung-in-kanzleien-experten-interview-mit-markus-hartung-micha-manu-bues-und-gernot-halbleib/

veröffentlicht.

In der derzeitigen Debatte geht vieles durcheinander, ein Rekurs auf das Wesentliche, nämlich was ist Recht, wie wird Recht angewendet, welche Funktion hat Recht, scheint mir durchaus angebracht.

Legal Tech ist ein neues Modewort geworden, dabei drängt sich durchaus der Verdacht auf, dass nun die Phase der Zweitverwertung des Hypes – nämlich die fachliterarische Aufarbeitung – angebrochen ist.

Wenn nämlich die grundlegenden Fragen der Rechtsberatung, Rechtsanwendung, der Funktion des Rechts zutreffend formuliert sind, dann können auch die Fragen der technischen Unterstützung und Umsetzung angegangen werden.

Damit geht aber nicht die Umstrukturierung und Neuorientierung eines wie auch immer gearteten Rechtsmarktes einher, sondern vielmehr die Loslösung des Rechts von den Regeln des Marktes hin zu einer wieder Frieden stiftenden Funktion in einem funktionierenden Gemeinwesen. Hierzu besteht auch für digitale Unterstützung noch jede Menge Luft nach oben.

Weil mitteleuropäisches Recht aber anders funktioniert als das anglo-amerikanische Recht, bedarf es eines genauen Hinschauens, was wo und wie funktioniert. Copy & Paste aus Übersee wird wohl nicht gehen.

 

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Anlasslose Massenüberwachung und der Satz von Bayes

Man liest viel in diesen Zeiten von Gefahren, die allgegenwärtig sind und das Zusammenleben bedrohen. Terrorismus und Kriminalität sind als Feinde der freiheitlichen Gesellschaft ausgemacht.

Wie man diesen Gefahren begegnen kann und wie sich Sicherheit und Freiheit unter einen Hut bringen lassen, darüber lässt sich durchaus diskutieren.

Es hängt nun aber davon ab, ob und wie sehr sich die Rechtspolitik der öffentlichen Meinung hingibt, gerade auch in Zeiten, in denen keine sichere Regierungsmehrheit in Berlin in Sicht ist. Die Erfahrung aus der jüngsten Vergangenheit zeigt, wie auch der emeritierte Strafrechtslehrer Artur Kreuzer in einem Beitrag in der ZEIT geschrieben hat, dass die Verschärfung des Strafrechts zunehmend als Alibi für Politik herhalten muss.

In diesen Zusammenhang passt auch die durch Terrorgefahren immer neu angeheizte Debatte über anlasslose Datenspeicherung, Vorratsdatenspeicherung, Telekommunikationsüberwachung, Staatstrojaner und und und….

Die Rechnung ist einfach: Gute Überwachung kann Anschläge verhindern. Aber kann sie das wirklich?

Nicht aus der Kriminologie sondern aus der Mathematik stammt nachstehendes Gedankenspiel:

http://scienceblogs.de/frischer-wind/2017/05/30/anlasslose-massenueberwachung-und-der-satz-von-bayes/

Nicht ganz neu, aber durchaus wieder aktuell. Die Sache ist einfach erzählt: Bei einer theoretischen Grundannahme (Anzahl der Einwohner, Anzahl der potentiellen Straftäter, Anzahl der E-Mails pro Nase, Anzahl der inkrimierten E-Mails je potent8iellem Straftäter) schrumpft eine Trefferquote von 99,5 % bei einer Überwachungssoftware auf eine tatsächliche Trefferquote von knapp 0,7 %. Man kann es nachrechnen – es stimmt.

Die vermeintliche Sicherheit (99,5 %) wird erkauft mit einem Verzicht auf Freiheit. Tatsächlich bekommt man aber weniger Freiheit (anlasslose Überwachung) mit kaum relevantem Sicherheitsgewinn.

Wie gesagt, nur Mathematik und nur Gedankenspiel – aber durchaus nachdenkenswert wenn wir uns Gedanken über zielführende Methoden in der Gefahrenabwehr unterhalten.

 

Co-Parenting: allein zusammen erziehend ist eine neue Herausforderung im Familienrecht

Familienrecht

Um Kinder zu bekommen, braucht es, wenn man sich den neuen Trend des Co-Parentings anschaut. weder Liebe noch Sex.

Co-Elternschaft heißt diese neue Entwicklung. Man kann es auch Familienplanung per Internet nennen.

Wie es genau funktionieren soll und das der Reiz daran ist, schildert ZEIT ONLINE in einer lesenswerten Reportage.

Quelle: Co-Parenting: Allein zusammen erziehend | ZEIT ONLINE

Auf alle Fälle bedarf es ausgeklügelter Vereinbarungen, um hier auch rechtssicher in die Zukunft schauen zu können. Wenn es funktioniert, sind erst einmal alle glücklich, was aber ist in ferner Zukunft, wenn es um Unterhaltsansprüche oder erbrechtliche Themenstellungen geht. Wie sieht es aus mit elterlicher Sorge und Verantwortung etc. Auch wenn Sozialleistungen im Raume stehen, können die verwandtschaftlichen Bindungen von Bedeutung  werden.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

Gezieltere Anfragen zum Thema sind auch über mein Portal www.anwalteasy.com möglich.

FAZ fragt nach: was ist dran am Vorwurf zweifelhafter Arbeitsbedingungen in Internetfirmen?

Ob Amazon, Zalando oder Goodgame Studios: Die Arbeitsbedingungen in der Internetbranche geraten immer wieder in den Fokus. Was ist dran an den Vorwürfen? Die FAZ geht hier den Zweifelhafte Arbeitsbedingungen in Internetfirmen – was ist dran? nach und stellt die Herausforderungen, denen das Arbeitsrecht im Kontext der Online-Möglichkeiten ausgesetzt ist, plastisch dar.

 

Wie funktioniert eigentlich die Abzocke mit den Massen-Mails?

Eigentlich sollte man meinen, die Masche, die hinter betrügerischen E-Mails steht, sei zwischenzeitlich so bekannt, dass niemand mehr darauf hereinfallen sollte. Aber dem ist leider nicht so.

Die WELT hat nun den Versuch unternommen, hinter die Mechanismen dieser Internetabzocke zu schauen und sich zum Schein auf eine solche Mail eingelassen.

Das Ergebnis kann hier nachgelesen werden:

Betrugsmails : Wie die Abzocke mit den Massen-Mails funktioniert – Nachrichten Politik – Ausland – DIE WELT.

 

50 Cent – nicht für Sportwetten im Internet

Hier gibt es eine interessante Nachricht von
DATEV

Sportwetten als sog. 50-Cent-Gewinnspiele im Internet sind unzulässig. Das hat der BayVGH jetzt entschieden. Betroffen sind Wetten, bei denen im Internet ein Tipcode aus den Ergebnisvorhersagen ermittelt wird und dann die Teilnahme über eine kostenpflichtige Hotline durchgeführt wird.

Pornographie im Internet

der BGH hat entschieden, wie Altersverifikationssysteme ausgestaltet sein müssen, um wirksam den Zugang Minderjähriger zu online-Pornographie auszuschließen.

Ausführlich habe ich diese Entscheidung in meinem Rechtsprechungsblog dargestellt.

Telemedicus – die rechtlichen Probleme der Informationsgesellschaft

Telemedicus ist ein Blog von Studenten und ehemaligen Studenten des ITM-Schwerpunktes  – das ist das Institut für Informations-,  Telekommunikations- und Medienrecht der juristischen Fakultät Münster.

Dieses blog beschäftigt sich mit rechtlichen Themen der Informationsgesellschaft. Vordringlich werden Problemstellungen aus dem Internet-, Telekommunikations- und Medienrecht behandelt.

Ich wünsche den Betreibern viel Erfolg.

Persönlich habe ich mich darüber gefreut, dass mein Artikel zu den unerwünschten Telefonanrufen dort bei den wichtigen links gelistet ist.