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Der Auskunftsanspruch der Eltern über ihr Kind besteht auch, wenn das Kind in einer Pflegefamilie lebt

Soregrecht

Der Bundesgerichtshof hat nun entschieden, dass über den Wortlaut des Gesetzes hinaus auch ein Auskunftsanspruch der Eltern besteht, wenn das Kind in einer Pflegefamilie lebt und das Jugendamt als Ergänzungspfleger mit involviert ist.

Der Anspruch kann dann gegenüber dem beteiligten Jugendamt, nicht aber gegenüber der Pflegefamilie geltend gemacht werden, führte der BGH aus. Er hat insofern eine Regelungslücke des Gesetzgebers gesehen, die er durch Analogie ausgefüllt hat.

Quelle: Auskunftsanspruch der Eltern über ihr Kind in Pflegefamilie besteht – Recht & Gesetz – JuraForum.de

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Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

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Die Süddeutsche über Jugendämter

Die Süddeutsche Zeitung berichtet hier über die Situation der Jugendämter. Die Analyse des Blattes ist ernüchternd: Zum einen mangelt es an ausreichendem Personal, zum anderen gerät nach Auffassung der Zeitung das Zusammenwirken zwischen Amt und Familiengericht häufig zur Glückssache.

Darüber hinaus wird beklagt, dass es schwierig sei, das richtige Maß des Eingreifens zu finden – man bewege sich zwischen Scylla und Charybis – also zwischen der Verletzung von Elternrechten und der Gefährdung des Kindeswohls.

Ein Weiteres kommt hinzu: Die derzeitige Struktur macht es betroffenen Eltern schwer, hinreichend Vertrauen in die Institution „Jugendamt“  zu fassen. Denn die helfende Hand, die man ergreifen will kann sich schnell in die Hand wandeln, die dann zuschlägt. Die organisatorische Verknüpfung einer Anlaufstelle für Eltern in Krisensituationen und Hilfeeinrichtung mit dem Amt, das zum Schutz der Kinder das Wächteramt des Staates wahrnehmen muss, muss zwangsläufig zu Konflikten führen.

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Jugendämter im Kreuzfeuer der Kritik

Heute abend auf SAT1 befasst sich „eins gegen eins“ mit den Jugendämtern. Sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort überfordert, unterfinanziert, überlastet ? Wo ist der Wurm drin ? Kann man den Ämtern die Schicksale der Kinder noch guten Gewissens anvertrauen? Diese Fragen drängen sich auf, wenn man hier die weitergehenden Informationen des Senders zum Thema lies.

Es steht zu hoffen, dass sich hier eine interessante Debatte auftut, die sich von bekannten Defiziten in der Kinder- und Jugendhilfe abhebt und auch neue Ansatzpunkte und Wege aufzeigt.

Gerade die Doppelfunktion als Anlaufadresse für Notsituationen, Beratungsinstitution und Betreuungsstelle einerseits, staatliches Kontrollorgan in Ausübung des staatlichen Wächteramtes andererseits sollte entsprechend herausgestellt werden.

Man darf gespannt sein, was der Sender daraus macht. Es steht zu hoffen, dass das traurige Schicksal der im Teaser genannten Kinder nicht nur als Aufhänger für altbekannte Debatten herhalten muss.

 

Trennungskinder

Kinder leiden darunter, wenn die Beziehung zwischen den Eltern in die Brüche geht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Vater und Mutter miteinander verheiratet waren oder nicht.

 

Eine Trennung stellt für Kinder eine schier unüberwindliche Zäsur dar. Auch wenn die Trennung scheinbar eine Erlösung von unendlich scheinenden Streitereien zwischen den Eltern darstellt, ist der Verlust einer Bezugsperspn für die Kinder im Vordergrund zu sehen.

Brother & Sister Reading a Book Together

Oftmals kommt zu der Trennung von Vater oder Mutter auch ein Wohnungs- oder Ortswechsel hinzu. Dann tritt neben den Trennungsschmerz auch noch der Verlust von einer gewohnten Umgebung und Freundinnen oder Freunden.

 

Kinder können nur schwer oder gar nicht verstehen, warum die Eltern sich getrennt haben. Kinderpsychologische Untersuchungen zeigen, dass es sogar dazu kommen kann, dass die Kinder sich die Schuld dafür geben, dass Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben. Gerade bei jüngeren Kindern ist wegen deren eigener Perspektive dieses zu beobachten.

 

Verantwortung

 

Gerade in Trennunssituationen haben beide Elternteile eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Kindern.

 

Obwohl die Beziehung zwischen den Eltern auf der Paarebene zerstört ist, sollten es beide Teile vermeiden, den Kindern gegenüber seiner Wut gegen den anderen Elternteil Ausdruck zu verleihen.

 

Kinder werden sonst leicht zum Spielball zwischen den verletzten Gefühlen der Erwachsenen. Dies verlangt ein hohes Maß an Verantwortung und Selbstdisziplin.

 

Das beginnt schon damit, dass die Kinder in den Trennungsprozess so sachlich wie möglich einbezogen werden und frühzeitig informiert werden. Gleichzeitig bedarf es einer frühzeitigen Absprache über die Folgen der Trennung für die Kinder und wie die Eltern sich das Elternsein in Zukunft vorstellen. Ist ein solches Gespräch nicht mit beiden Eltern möglich, sollten Beratungsangebote in Erwägung gezogen werden.

 

In der Regel sind Schuldzuweisungen und Schuldsuche zu unterlassen, es sei denn, dem anderen Elternteil wäre ein so schwerwiegendes Fehlverhalten zur Last zu legen, dass die Kinder darunter zu leiden hatten. Hierzu zählen in erster Linie Gewalt und Alkohol- oder Drogenkonsum, nicht aber die Hinwendung zu einem anderen Partner. Auf jeden Fall muss man gegenüber dem Kind glaubhaft und ernsthaft betonen, dass die Trennung der Eltern in keinster Weise mit dem Kind zu tun hat und dies nur eine Sache zwischen den Eltern ist. Es ist von immenser Wichtigkeit, zu betonen, dass es nicht die Kinder sind, die Schuld daran tragen, wenn die Eltern auseinander gehen.

 

Selbst wenn die Verletzung der eigenen Gefühle durch den Expartner noch so schwer wiegt und die Enttäuschung über den zerstörten Lebensentwurf die Sichtweise verständlich einengt, so sollte man niemals in Gegenwart der Kinder negativ über den andere Elternteil sprechen.

 

Kinder lieben in der Regel beide Elternteile und fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn sie plötzlich Partei ergreifen sollen. Kinder neigen auch dazu, sich vordergründig mit dem Elternteil zu solidarisieren, bei dem sie leben. Die Kinder können ihre Bedürfnisse nicht so äußern, sondern glauben, sich durch die Ablehnung des anderen Elternteils die höhere Aufmerksamkeit des betreuenden Elternteils verdienen zu können.

 

Beide Elternteile spielen im Leben eines Kindes eine wichtige Rolle. Kinder lernen von ihren Vätern andere Dinge und Verhaltensmuster, als von ihren Müttern.

 

Dies hat der Gesetzgeber erkannt und im Wege der Kindschaftsrechtsreform in das Gesetz geschrieben, dass der Umgang mit dem anderen Elternteil ein Recht des Kindes ist. Nur schwerwiegende Gründe dürfen zum Ausschluss des Umgangsrechts führen.

 

 

Elterliche Sorge

Die gemeinsame elterliche Sorge überdauert Trennung und Scheidung, wenn nicht durch das Gericht eine Abänderung der Sorgerechtssituation herbeigeführt wird. Das Sorgerecht ist ein Pflichtenrecht. Das heisst, dass beide Eltern für ihre Kinder in der Pflicht sind, für sie zu sorgen.

 

Beratung

 

Von Trennung und Scheidung betroffene Eltern sollten sich nicht scheuen, entsprechende Beratungsangebote wahrzunehmen.

 

Gerade die eigene Betroffenheit und die oftmals als Hilflosigkeit empfundene Situation macht es schwer, eine andere Sichtweise auf den Trennungskonflikt zu akzeptieren. Damit kann es aber unter Umständen dazu kommen, dass die Bedürfnisse der Kinder nicht rechtzeitig erkannt und Warnsignale übersehen werden.

 

Die Jugendämter und die Beratungsstellen haben die Verpflichtung, für die Eltern in diesen schwierigen Situationen da zu sein und beratend und unterstützend zu wirken.

Hier gibt es die zugehörige Info-Broschüre zum download: vortrag isuv 10-12 sigmaringen trennungskinder

Kinder leiden darunter, wenn die Beziehung zwischen den Eltern in die Brüche geht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Vater und Mutter miteinander verheiratet waren oder nicht.

 

Eine Trennung stellt für Kinder eine schier unüberwindliche Zäsur dar. Auch wenn die Trennung scheinbar eine Erlösung von unendlich scheinenden Streitereien zwischen den Eltern darstellt, ist der Verlust einer Bezugsperspn für die Kinder im Vordergrund zu sehen.


Oftmals kommt zu der Trennung von Vater oder Mutter auch ein Wohnungs- oder Ortswechsel hinzu. Dann tritt neben den Trennungsschmerz auch noch der Verlust von einer gewohnten Umgebung und Freundinnen oder Freunden.

 

Kinder können nur schwer oder gar nicht verstehen, warum die Eltern sich getrennt haben. Kinderpsychologische Untersuchungen zeigen, dass es sogar dazu kommen kann, dass die Kinder sich die Schuld dafür geben, dass Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben. Gerade bei jüngeren Kindern ist wegen deren eigener Perspektive dieses zu beobachten.

 

Verantwortung

 

Gerade in Trennunssituationen haben beide Elternteile eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Kindern.

 

Obwohl die Beziehung zwischen den Eltern auf der Paarebene zerstört ist, sollten es beide Teile vermeiden, den Kindern gegenüber seiner Wut gegen den anderen Elternteil Ausdruck zu verleihen.

 

Kinder werden sonst leicht zum Spielball zwischen den verletzten Gefühlen der Erwachsenen. Dies verlangt ein hohes Maß an Verantwortung und Selbstdisziplin.

 

Das beginnt schon damit, dass die Kinder in den Trennungsprozess so sachlich wie möglich einbezogen werden und frühzeitig informiert werden. Gleichzeitig bedarf es einer frühzeitigen Absprache über die Folgen der Trennung für die Kinder und wie die Eltern sich das Elternsein in Zukunft vorstellen. Ist ein solches Gespräch nicht mit beiden Eltern möglich, sollten Beratungsangebote in Erwägung gezogen werden.

 

In der Regel sind Schuldzuweisungen und Schuldsuche zu unterlassen, es sei denn, dem anderen Elternteil wäre ein so schwerwiegendes Fehlverhalten zur Last zu legen, dass die Kinder darunter zu leiden hatten. Hierzu zählen in erster Linie Gewalt und Alkohol- oder Drogenkonsum, nicht aber die Hinwendung zu einem anderen Partner. Auf jeden Fall muss man gegenüber dem Kind glaubhaft und ernsthaft betonen, dass die Trennung der Eltern in keinster Weise mit dem Kind zu tun hat und dies nur eine Sache zwischen den Eltern ist. Es ist von immenser Wichtigkeit, zu betonen, dass es nicht die Kinder sind, die Schuld daran tragen, wenn die Eltern auseinander gehen.

 

Selbst wenn die Verletzung der eigenen Gefühle durch den Expartner noch so schwer wiegt und die Enttäuschung über den zerstörten Lebensentwurf die Sichtweise verständlich einengt, so sollte man niemals in Gegenwart der Kinder negativ über den andere Elternteil sprechen.

 

Kinder lieben in der Regel beide Elternteile und fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn sie plötzlich Partei ergreifen sollen. Kinder neigen auch dazu, sich vordergründig mit dem Elternteil zu solidarisieren, bei dem sie leben. Die Kinder können ihre Bedürfnisse nicht so äußern, sondern glauben, sich durch die Ablehnung des anderen Elternteils die höhere Aufmerksamkeit des betreuenden Elternteils verdienen zu können.

 

Beide Elternteile spielen im Leben eines Kindes eine wichtige Rolle. Kinder lernen von ihren Vätern andere Dinge und Verhaltensmuster, als von ihren Müttern.

 

Dies hat der Gesetzgeber erkannt und im Wege der Kindschaftsrechtsreform in das Gesetz geschrieben, dass der Umgang mit dem anderen Elternteil ein Recht des Kindes ist. Nur schwerwiegende Gründe dürfen zum Ausschluss des Umgangsrechts führen.

 

 

Elterliche Sorge


Die gemeinsame elterliche Sorge überdauert Trennung und Scheidung, wenn nicht durch das Gericht eine Abänderung der Sorgerechtssituation herbeigeführt wird. Das Sorgerecht ist ein Pflichtenrecht. Das heisst, dass beide Eltern für ihre Kinder in der Pflicht sind, für sie zu sorgen.

 

Beratung

 

Von Trennung und Scheidung betroffene Eltern sollten sich nicht scheuen, entsprechende Beratungsangebote wahrzunehmen.

 

Gerade die eigene Betroffenheit und die oftmals als Hilflosigkeit empfundene Situation macht es schwer, eine andere Sichtweise auf den Trennungskonflikt zu akzeptieren. Damit kann es aber unter Umständen dazu kommen, dass die Bedürfnisse der Kinder nicht rechtzeitig erkannt und Warnsignale übersehen werden.

 

Die Jugendämter und die Beratungsstellen haben die Verpflichtung, für die Eltern in diesen schwierigen Situationen da zu sein und beratend und unterstützend zu wirken.