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Großeltern – Umgang – Mediation

Nicht nur im Vereinigten Königreich, wie sich aus nachstehendem Beitrag ergibt:

Quelle: Grandparents Family Mediation Service Overseas UK and Europe

gibt es immer wieder Schwierigkeiten, wenn Großeltern ihre Enkelkinder nicht sehen können oder nicht dürfen.

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Nach deutschem Recht gibt es ein Umgangsrecht aus § 1685 BGB, die Hürden aus der unscheinbaren Vorschrift sind allerdings hoch:

§ 1685 Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen

(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.
(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.
(3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend. Eine Umgangspflegschaft nach § 1684 Abs. 3 Satz 3 bis 5 kann das Familiengericht nur anordnen, wenn die Voraussetzungen des § 1666 Abs. 1 erfüllt sind.

Die positiv festzustellende Dienlichkeit für das Kindeswohl stellt in den allermeisten Fällen eine Hürde dar, die in gerichtlichen Verfahren schwerlich oder kaum genommen werden kann.

Dazu kommt noch en Weiteres:

Wie bei anderen Umgangsverfahren auch ist selbst eine Entscheidung eines Gerichts das Eine, die Umsetzung in der Praxis das Andere – und der Phantasie und Kreativität sind oftmals keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, der anderen Seite ein Recht zu verwehren. Das mag man zwar bedauern, ist aber leider Realität. Die Vollstreckung aus einem Umgangstitel ist dann zwar der nächste, unvermeidbare Schritt – das kostet aber Zeit, Nerven und verbessert die Situation auch nicht unbedingt.

Die Regelung von Besuchs- und Umgangskontakten ist ein vielschichtiges Thema, bei dem die unterschiedlichsten Positionen und Bedürfnisse aufeinander prallen können. Das Rekurrieren auf tatsächliche oder vermeintliche gesicherte Rechtspositionen hilft aber hier nicht weiter: Was tatsächlich im Interesse der von dem Streit betroffenen Kindern liegt, müssen die Konfliktparteien miteinander nicht nur verhandeln, sondern auch übereinstimmend bejahen können.

Hierbei kann Mediation ein hilfreiches Intstrument sein: Sie bietet allen Beteiligten den geschützten Raum, den es braucht, um die Themen offen an- und aussprechen zu können. Sie bietet die Zeit, die es braucht, um die Bedürfnisse zu artikulieren und auszusprechen – ebenso, wie die Wahrnehmung solcher Bedürfnisse und die grundsätzliche Anerkennung auf der anderen Seite. Sie kann den Raum schaffen, den es braucht, Hinderungsgründe, Ängste, Befürchtungen zu transportieren, Instrumentalisierungen von Kindern zu vermeiden, Verfahren zu formulieren und den Blick zu wechseln: von den eigenen Interessen im Konflikt hin zu den Bedürfnissen der betroffenen Kinder.

Wenn Enkel nicht zur Oma dürfen……

Hier: Wenn Enkel nicht zur Oma dürfen – Verlassene Großeltern und Väter | Familie & Familienrecht wird im Internet auf eine Selbsthilfegruppe von Großeltern aufmerksam gemacht, die sich um das Umgangsrecht mit den Enkelkindern bemüht.

Der Gesetzgeber hat das Umgangsrecht der Kinder mit Großeltern und Geschwistern und anderen Bezugspersonen anders ausgestaltet als wie das Umgangsrecht mit dem anderen Elternteil.

Gerade weil hier eine Kindeswohlprüfung stattfinden muss, sind die Hürden, die für ein solches Umgangsrecht genommen werden müssen, unter Umständen recht hoch.

Eine Selbsthilfegruppe – wie sie hier im Netz vorgestellt wird – ist sicherlich ein richtiger Weg des Austausches mit anderen betroffenen Großeltern. Unverzichtbar ist meiner Meinung nach aber auch die rechtliche Begleitung. Dabei geht es nicht nur darum, solche Verfahren vor den Familiengerichten auszutragen, sondern – gerade im Interesse der Kinder und deren Wohl – auch darum, schon frühzeitig Fehler zu vermeiden und Fehlentwicklungen entgegen zu wirken. Das beginnt unter Umständen schon früh in der sich abzeichnenden Trennungsphase der eigenen Kinder.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

 

Eltern geschieden – Enkel weg?

Dieser Frage ging heute das Notitzbuch auf Bayern 2 nach. Der Sender befasste sich in einer Reportage über das Umgangsrecht der Großeltern. Hierbei wurde auch auf Fehlerquellen hingewiesen. Denn die Großeltern werden häufig in ungläubiges Staunen versetzt, weil sie doch glauben, alles im Interesse der Enkel richtig gemacht zu haben – und doch am Ende von einem Gericht bescheinigt bekommen, dass die gutgemeinte Einmischung oder Parteinahme im Trennungskonflikt oder das Bessermeinen bei Fragen der Erziehung letztlich dem Kindeswohl abträglich sei und deswegen kein oder nur ein eingeschränkter Umgang möglich wäre.

Der Sender bietet hier weitergehende Informationen zum Thema an:

 

Umgang für Großeltern: Eltern geschieden – Enkel weg? | Notizbuch | Bayern 2 | Radio | BR.de.

Das Recht auf Großeltern

Der Verein Gleichmass e.V. thematisiert in seiner Titelstory für den Januar das Recht der Kinder auf ihre Großeltern.  Der Autor Hannes Schneider weist hier auf die vielfältigen außergerichtlichen Möglichkeiten hin, die Großeltern von Trennungskindern zur Verfügung stehen. Das breit gefächterte Instrumentarium sollte je nach Einzelfall abgewogen und zielgerichtet eingesetzt werden, um letztlich auch im Interesse des Kindeswohls zu handeln.

Der Artikel steht hier auf den Seiten des Vereins: Titel Story Januar.

Großeltern und ihre Enkelkinder

Die ZEIT beschäftigt sich in einem aktuellen Artikel mit der Prägung von Enkelkindern durch ihre Großeltern. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass dieser Zweig der Entwicklungsforschung noch relativ jung ist. Die gewonnenen Ergebnisse lassen sich wohl noch nicht in allgemein gültige Sätze fassen.

Soweit dem Artikel zu entnehmen ist, werden hier Beispiele aus intakten Familienverbänden vorgestellt. Dabei wird auf die Prägung durch Erzählung, aber auch Mimik und Gestik abgestellt. Rituale und Bräuche innerhalb der Familie sollen wohl über 2 Generationen hinweg tradiert werden. Diese Erkenntnis scheint einleuchtend zu sein, ist doch die Elterngeneration zu nahe dran und mit der eigenen Lebenswirklichkeit verhaftet, um die nötige Distanz schaffen zu können. Gerade diese Distanz verschafft – neben der Annahme der größeren Lebenserfahrung – die notwendige Autorität, um der Tradition von familienspezifischen Geschichten und Riten die notwendige Basis zu verschaffen.

Nicht beleuchtet wird hier die Problematik von Trennungs- und Scheidungskindern, oder von Kindern, bei denen in intakter Familie der Kontakt zu den Großeltern abgebrochen ist. Dies indes interessiert den Familienrechtler in besonderem Maße – inwieweit ist der Umgang zu den Großeltern dem Kindeswohl per se dienlich – und unter Umständen sogar dienlicher, als es das Gesetz derzeit sieht ? Wie wirkt sich ein Kontaktabbruch nach Trennung und Scheidung aus, inwieweit sind die über die Großeltern weitergegebenen Traditionen wichtig für die weitere Kindesentwicklung ?

Diese Fragen harren noch der Antwort.

Oma und Opa – wie ist das mit dem Umgang ?

Während der Gesetzgeber das Umgansgrecht des Elternteils, bei dem die Kinder nach der Trennung nicht dauerhaft leben, als für das Kindeswohl in der Regel förderlich voraussetzt, sind die Großeltern schlechter dran.

Der Grund hierfür liegt in der Tatsache begründet, dass die Großeltern als Elternteile eines der getrennten Eltern oftmals im Trennungskonflikt selbst eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Deshalb gibt es den eigenständigen § 1685 BGB. Dieser gibt den Großeltern – und anderen Bezugspersonen – dann ein eigenständiges Umgangsrecht, wenn der Umgang dem Wohl des Kindes dient.

Bei Meinungsverschiedenheiten im Bezug auf die Trennung kann das Umgangsrecht daher gefährdet sein. Soweit in der Vergangenheit intensive Beziehungen zu den Großeltern bestanden, ist das Umgangsrecht in der Regel großzügig auszugestalten.

Auf den Seiten des ZDF sind hier weitere Informationen zum Thema erhältlich. Hier gibt es auch eine Reportage der Nordhessen-News mit weiterführenden links. Lesenswert vor allem deshalb, weil auch die Möglichkeit, einen solchen Konflikt mittels Mediation zu lösen, ausführlich dargestellt ist.

Ebenfalls in diesen Zusammenhang passt ein im Bonner General-Anzeiger erschienenes Interview mit der Familien- und Lebensberaterin Christa Lenders. Diese betont, dass Großeltern immer wichtiger werden.

 

 

Oma, Opa und das Besuchsrecht

Großeltern haben ein eigenständiges Umgangsrecht mit ihren Enkelkindern. Doch der Gesetzgeber hat hier eine Bremse eingebaut. Während der Umgang mit dem Elternteil, bei dem das Kind nicht dauerhaft lebt, per se dem Kindeswohl dienlich ist und deswegen die Gerichte nur in Ausnahmefällen dem Elternteil das Umgangsrecht verweigern dürfen, wird bei Großeltern genauer hingeschaut.

Problematisch wird es immer dann, wenn die Großeltern im Trennungskonflikt ihrer Kinder Partei ergreifen und so die Kinder in Loyalitätskonflikte bringen können.

Eine Reportage auf www.derwesten.de bringt ein eindrucksvolles Beispiel und beschreibt die Aktivitäten einer Großelterninitiative.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Rechtsberatung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.