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Wenn Menschen alleine sterben

Der Tod eines Menschen, der keine Angehörige hinterlässt, bringt für andere eine Menge an Arbeit mit sich. Angefangen vom Schlüsseldienst über den Bestatter, die Nachlassrichter, Versteigerer, Erbenermittler bis hin zu der Hausverwaltung, dem Vermieter oder Räumungsunternehmen – Menschen, die dem Verstorbenen vermutlich zu seinen Lebzeiten nie begegnet sind, tauchen so ein in das verloschene Leben.

Die FAZ hat zu diesem Thema eine eindrucksvolle Reportage veröffentlicht, die hier:

Alleinsterbende: Der Tod bringt das Geschäft – Feuilleton – FAZ.

auf den Seiten der FAZ zu finden ist.

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Vollmacht über den Tod hinaus hebt Erbnachweis auf

Normalerweise bedarf es eines Erbscheines, um über die Erbschaft tatsächlich verfügen zu können.

Das OLG Frankfurt hat jetzt entschieden, dass eine – wirksam erteilte – transmortale Vollmacht, also eine solche, die über den Tod hinausreicht, ausreichen soll, um über das Vermögen verfügen zu können.

Im Verhältnis zu den Erben gelten daher dann die normalen Vollmachtregeln wie unter Lebenden.

Vollmacht über den Tod hinaus hebt Erbnachweis auf – Aktuelle Verbraucherinfos der Schwäbischen Zeitung – schwaebische.de.

Erben und Vererben: Infobroschüre zum download

Im Nachgang zur ISUV-Veranstaltung vom vergangenen Mittwoch habe ich hier den Info-Flyer zum download bereitgestellt: Erben und Vererben Flyer

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Josef 2010

Am heutigen Josefstag möchte ich die Gelegenheit nutzen, hier ein paar Gedanken über die Bedeutung des Hl. Josef auch für die Arbeit unseres Hauses darzustellen.

 

Der Hl. Josef, wie er auf vielen Bilder dargestellt wird, bekommt nach der Darstellung im Matthäus-Evangelium im Traum die Offenbarung der Schwangerschaft seiner Verlobten Maria mitgeteilt. Nachdem er zunächst daran dachte, die Verlobte wegen der Schande zu verstoßen, nahm er von diesem Vorhaben Abstand.

Er stellt damit auch in der christlichen Tradition die Vaterfigur für Jesus dar. Im historischen und kulturellen Kontext war er damit für die Erziehung des Kindes und seine weitere Entwicklung verantwortlich.

Trennungsväter und Scheidungsväter, Stiefväter in Patchworkfamilien, Alleinerziehende finden daher in  der Figur des Hl. Josef einen Vater, der in einer für sie vergleichbaren Situation sich zurecht finden musste. Ist der Hl. Josef daher nicht mehr als nur „Ernährer Jesu“, wie er in der christlichen Literatur auch dargestellt wird ? Die Reduktion der Vaterrolle auf die des Ernährers bedeutet doch nicht mehr, als die Verantwortung für die materiellen Lebensgrundlagen.

Auf heutige familienrechtliche Themenstellungen übertragen bedeutet dies aber, dass der Rolle des Ernährers derjenige gerecht wird, der seiner Barunterhaltspflicht nachkommt.

Sorgerecht hingegen definiert sich bekanntermaßen als das Recht und die Pflicht, für das minderjährige Kind zu sorgen. Das geht über die bloße Ernährerrolle weit hinaus. Begleitet von der Erkenntnis, dass der regelmäßige Kontakt zu beiden Elternteilen dem Kindeswohl dienlich ist, wird deutlich, dass gerade in Trennungs- Scheidungs- oder Patchworksituationen es für die Kinder von emminenter Wichtigkeit ist, einen Vater positiv erfahren zu können und zu dürfen.

Dies beginnt bei der elterlichen gemeinsamen Verantwortung für das Kind und hört beim gemeinsamen Miteinander-Sein noch lange nicht auf.

Damit ist der Hl. Josef nicht nur Ziehvater und Ernährer, sondern auch Vor- und Leitbild für die heutigen Väter in den verschiedensten familiären Kontexten.

Die katholische Kirche verehrt den Hl. Josef auch als Schutzpatron für eine gute Sterbestunde. Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung, der Diskussion um die Auslegung des Patientenwillens sowie die Debatten um alle möglichen Formen der Sterbehilfe ist daher der Hl. Josef von großer Aktualität.