Schlagwort-Archive: Studieren

Kindergeld und Studium

Für Studierende kann auch über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeld bezahlt werden, wenn vor dem Studium Wehr- oder Zivildienst abgeleistet wurde. Dies gilt auch noch, nachdem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, weil ja die Dienstzeiten in der Vergangenheit liegen und die Frage nach der weiteren Kindergeldberechtigung erst Jahre später virulent wird.

Der Bundesfinanzhof hatte nun die Frage zu entscheiden, wie es sich verhält, wenn der Studierende bereits während der Zivildienstzeit immatrikuliert war.

Der Gesetzgeber wollte mit der Verlängerung der Bezugsberechtigung dem Umstand, dass die Dienstzeit zu einem späteren Studienbeginn führt, Rechnung tragen.

Der Bundesfinanzhof hat nun aber entschieden, dass die Immatrikulation während der Zivildienstzeit für den Kindergeldbezug unschädlich ist, der Gesetzgeber habe eine typisierende Regelung geschaffen, die alleine an dem Umstand der Dienstverpflichtung anknüpft.

Mehr dazu auf den Seiten von LTO:

BFH zum Kindergeld: Zivis dürfen nebenher studieren.

 

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Schwangerschaft in der Ausbildung – Was ist mit dem Unterhalt?

Wenn die Ausbildung wegen einer Schwangerschaft und Geburt eines Kindes unterbrochen werden muss, stellt sich die Frage, wer für den Unterhaltsbedarf der Kindesmutter aufkommen muss. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Mutter den Vater des Kindes nicht heiratet. Im Falle der Heirat hätte sie einen vorrangigen Unterhaltsanspruch gegen den Ehemann aus § 1360 BGB.

Die Mutter eines nichtehelichen Kindes hat einen Unterhaltsanspruch gegen den Erzeuger des Kindes nach § 1615l Abs. 1 und 2 BGB wegen der Betreuung des Kindes. Dieser Unterhaltsanspruch ist nach § 1615l Abs. 3 Satz 2 BGB vorrangig.

Ein Anspruch gegen die Eltern der Mutter fällt damit aber nicht weg. Dieser kommt aber als Ersatzanspruch nach § 1607 Abs. 1 und 2 BGB in Betracht.

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterhaltsrecht haben, finden Sie hier unser online-Angebot rund um das Unterhaltsrecht.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Sie finden hier unser Angebot der telefonischen Rechtsberatung.

 

Unterhaltsbedarf nach der Berufsausbildung

Nach Abschluss der Berufsausbildung besteht die Obliegenheit für den Volljährigen, für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen zu müssen. Aus diesem Grunde kommt deshalb ein Unterhaltsbedarf nur in Ausnahmefällen in Betracht. Dies dürfte auch wegen der Verpflichtung, jede sich bietende Tätigkeit anzunehmen, regelmäßig nur bei Erkrankung oder Behinderung mit Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sein.

In diesen Fällen kann der Unterhaltsbedarf sogar dann entstehen, wenn der Anspruch wegen einer vorangegangener Berufstätigkeit bereits erloschen war. In diesem Falle kann der Unterhaltsschuldner dann einen höheren Selbstbehalt für sich geltend machen.

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