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Wann müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?

Die Besteuerung von Rentnerinnen und Rentnern sorgt immer wieder für Verwirrung. Wer muss denn nun eine Steuererklärung abgeben und wer nicht?

Grundsätzlich gilt, dass Rentner nach den gleichen Regeln eine Steuererklärung abgeben müssen, wie alle anderen Steuerzahler auch.

Wenn Rentner oder deren Ehegatten eine  Rente beziehen, so regeln § 25 Abs. 3 EStG i.V.m. § 56 EStDV, ob eine Steuererklärung abgegeben werden muss. Diese Vorschriften gelten auch, wenn daneben noch folgende Einkünfte erzielt werden:

  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung;

  • Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit;

  • nicht der Abgeltungsteuer unterliegende Kapitaleinkünfte;

  • pauschal versteuerter oder steuerfreier Arbeitslohn.

Maßgebend für die Abgabepflicht ist der Gesamtbetrag der Einkünfte. Die Verunsicherung rührt daher, dass die Renten nicht in voller Höhe der Steuerpflicht unterliegen.

Mehr dazu gibt es auf der informativen Seite der Steuertipps:

Quelle: Wann müssen Rentner eine Steuererklärung abgeben?

Verfassungsklagen zur Rentenbesteuerung abgewiesen

Rentner müssen auch in Zukunft Einkommenssteuer auf ihre Altersbezüge zahlen: Die 2004 beschlossene Rentenbesteuerung ist  nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts verfassungsgemäß. Der Gesetzgeber hatte demnach einen weiten Gestaltungsspielraum beim Alterseinkünftegesetz.

Die Süddeutsche Zeitung befasst sich ausführlich mit der Entscheidung:

Quelle: Verfassungsklagen zur Rentenbesteuerung abgewiesen – Panorama-News – Süddeutsche.de

Vorsicht bei Aufhebungsverträgen

Aufhebungsverträge bergen Tücken. Wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf einigen, in Zukunft getrennte Wege zu gehen, wird dies häufig durch eine Abfindung versüßt.

Hier drohen aber auch steuerliche Gefahren. Die Wirtschaftswoche weist hier:

Abfindungen: Steuerstreit um goldenen Handschlag – Steuern & Recht – Finanzen – Wirtschaftswoche.

auf ein aktuelles Verfahren vor dem Bundesfinanzhof hin. Hier geht es um die richtige Zuordnung der Abfindungszahlung – und um die Frage, wie die darauf entfallende Steuer richtig zu berechnen ist.

Der Ausgang des Verfahrens ist offen. Für vergleichbare Fälle empfiehlt es sich, Rechtsmittel unter Hinweis auf das laufende Revisionsverfahren einzulegen.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten bei Arbeitslosigkeit

Die Kinderbetreuungskosten sind nach Auffassung des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts auch dann erwerbsbedingt, wenn sie im Hinblick auf eine zukünftig angestrebte Tätigkeit anfallen.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass ein objektiver tatsächlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang mit der beabsichtigten Erwerbstätigkeit festgestellt werden kann.

Die steuerlich berücksichtigungsfähigen Betreuungsaufwendungen fallen dann „wegen einer Erwerbstätigkeit“ des Steuerpflichtigen an, wenn diese Aufwendungen durch die Erwerbstätigkeit veranlasst sind.

Eine Zwangsläufigkeit der Aufwendungen wird ebenso wenig vorausgesetzt wie ihre Notwendigkeit, Angemessenheit, Üblichkeit oder Zweckmäßigkeit.

Nach Auffassung des Gerichts genügt daher ein objektiver tatsächlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen.

Dies sei vergleichbar mit Betriebsausgaben oder Werbungskosten

Die Sache ist noch nicht rechtskräftig abgeschlossen, die Revision beim Bundesfinanzhof läuft.

Mehr dazu auf den Seiten von stb-web.de

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

Ausbildungskosten: Ausgaben für Erststudium sind (nur) Sonderausgaben

ich hatte ja bereits hier auf einen Artikel in FOCUS online hingewiesen, der sich mit der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes zu den Ausbildungskosten beschäftigt hatte.

Ich möchte es daher nun nicht versäumen, auf eine Seite des ZDF-WISO-Steuerbriefes hinzuweisen, der hier Möglichkeiten der steuerlichen Optimierung der Ausbildungskosten nennt:

Ausbildungskosten | Ausgaben für Erststudium sind (nur) Sonderausgaben: So trotzen Sie BFH und Gesetzgeber.

Hier wird auch darauf hingewiesen, dass beim VI. Senat des Bundesfinanzhofes noch ein weiteres Verfahren zu diesem Themenbereich rechtshängig ist. Der Ausgang scheint noch offen zu sein, unter Umständen könne man auch damit rechnen, dass der Senat eine Vorlage zum BVerfG nach Karlsruhe in Erwägung ziehen könnte.

Neben der steuerlichen Problematik steht aber auch die Frage nach den Anspruch auf Ausbildungsunterhalt im Raume. Hier sollte genau darauf geachtet werden, ob nicht durch die vorgeschlagene steuerliche Optimierung der Unterhaltsanspruch verloren gehen könnte.

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterhaltsrecht haben, finden Sie hier unser online-Angebot rund um das Unterhaltsrecht.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Sie finden hier unser Angebot der telefonischen Rechtsberatung.

 

 

Wie kann man das komplette Studium von der Steuer absetzen ?

Der Bundesfinanzhof hat jüngst entschieden, dass dem Grunde nach die Kosten für die Hochschulausbildung in der Regel nicht komplett von der Steuer abgesetzt werden können. FOCUS online weist aber auf ein legales Schlupfloch hin: Wenn nämlich die Studierenden bereits vorher eine Ausbildung absolviert haben, zählen die Kosten des Studiums als Werbungskosten.

Den vollständigen Artikel gibt es hier auf FOCUS online:

Steuererklärung: So lässt sich völlig legal das komplette Studium absetzen – Steuererklärung: So lässt sich völlig legal das komplette Studium absetzen – FOCUS Online – Nachrichten.

In diesem Zusammenhang ist aber auch zu beachten, ob dieser Weg dann nicht unter Umständen den Anspruch auf Ausbildungsunterhalt verbauen könnte. Die Möglichkeit der Geltendmachung der Werbungskosten für die weitere Ausbildung könnte in diesem Zusammenhang durchaus als Erreichen einer eigenständigen Lebensstellung gesehen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterhaltsrecht haben, finden Sie hier unser online-Angebot rund um das Unterhaltsrecht.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Sie finden hier unser Angebot der telefonischen Rechtsberatung.

 

Kinderbetreuung: Niedrige Vergütung schadet Abzug bei Sonderausgaben nicht!

Eltern, die beide berufstätig sind, haben häufig das Problem, dass sie nicht wissen, wie die Kinder betreut werden sollen.

Ein oftmals genommener Ausweg ist, die Großeltern mit der Kinderbetreuung zu betrauen.

Steuerlich ist der Sonderausgabenabzug für Kinderbetreuungskosten auch dann möglich ist,  wenn die Zahlungen an die Großeltern sehr niedrig sind. Diese tatsächlich nur geringen Betreuungskosten schaden beim Abzug bei Sonderausgaben also nicht.