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Eltern bleiben – auch nach der Trennung

Im Internet bin ich auf einen Erfahrungsbericht gestoßen, der die Probleme des Eltern-Bleibens nach einer Trennung anschaulich beschreibt:
— Weiterlesen livebysurprise.com/2014/02/why-parenting-coordination-didn-work.html

Tatsächlich gibt diese Erfahrungsbericht tiefe Einblicke und Hinweise, was alles wo und wie falsch laufen kann. Tatsächlich erscheint es mir so, dass weder die Bedürfnisse der ehemaligen Partner hinreichend erörtert wurden, noch, dass die Kinder als Subjekte im Trennungskonflikt behandelt wurden.

Statt dessen wurden beide Konfliktparteien in einen Machtkampf getrieben, der sich in einem kleinteiligen Klein-Klein ergab: Bettzeit für die Kinder – dranhalten oder nicht – und warum nicht? klein beigeben? Etc. Etc. …

Was aber fehlt, ist, die Menschen in ihrem Konflikt in ihrer konkreten Situation abzuholen – die Perspektive zu wandeln, eine zukunftsfähige Option zu entwickeln. Solange sich beide Konfliktparteien aber noch in ihren kleinen Beharkungen verbunden sind und hierauf die Energie gelenkt wird, fehlt es an der Befähigung, tatsächlich Eltern bleiben zu kommen. Statt dessen geht es darum, dem anderen zu zeigen, der bessere Elternteil zu sein und dem anderen seine Unfähigkeit zu beweisen. Das aber enthält nur zerstörerische Energie, die letztlich den Kindern maximal Schaden zufügen kann.

Das ist eben auch eine Aufgabe in der Mediation: die Befähigung zum Eltern sein und Eltern bleiben zu unterstützen und wieder herzustellen. Dazu gehört, die Alltagskonflikte einzuordnen und die dahinter liegenden Bedürfnisse und Beweggründe zu erörtern.

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Mediation als Prozess zur Problemlösung

Prof. Lawrence Susskind hat sich in einem lesenswerten Beitrag mit einer weitergehenden Definition der Mediation angenommen:
— Weiterlesen www.pon.harvard.edu/daily/mediation/mediation-as-problem-solving/

Dabei geht er über die ansonsten vornehmlich in der angloamerikanischen Literatur verwendeten Unterscheidung zwischen gerichtlicher und alternativer Streitentscheidung hinaus und entwickelt einen eigenständigen Ansatz, der sich von der gerichtlichen Lösung deutlich unterscheidet.

Dadurch erreicht er einen Perspektivenwechsel auf die am Problem Beteiligten Menschen und deren Bedürfnisse.

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Konflikte in Familien – und die Wege, sie zu lösen

Nachstehend zitierte Seite hat eine ganze Menge Fragen zum Thema Konflikte in Familien aufgeschrieben – und die Autor*innen haben sich dabei auch Gedanken gemacht, wie diese Konflikte zu lösen sind

Quelle: Fighting Families – Discuss

Die eine Nachricht ist die: Es gibt nicht den Königsweg – und alle, die einen solchen anpreisen, bieten in Wirklichkeit einen Holzweg an.

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Es lohnt aber dennoch, sich diesen auf dieser Seite aufgeworfenen Fragen näher zu widmen.

Dabei muss man wissen, dass die Macher*innen dieser Seite nicht ganz unvoreingenommen sind, denn sie haben alle mehr oder weniger gute oder eher schlechte Erfahrungen mit dem traditionellen gerichtlichen Familienrechtssystem gemacht. Hinzu kommt, dass diese Erfahrungen offensichtlich im anglo-amerikanischen Rechtskreis gemacht wurden, der sich von den verfahrensrechtlichen aber auch materiellrechtlichen Grundlagen des Familienrechts deutlich unterscheidet.

Gleichwohl: Die Kernaussagen und die Fragen, die dorthin führen, können auch für die deutschen Verhältnisse Gültigkeit beanspruchen.

Es gilt also, zu hinterfragen, wer die Akteuere in diesem vielschichtigen System sind, von den Beteiligten über die betroffenen Kinder über die Eltern und Schwiegereltern und die Freund*innen bis hin zu den Anwält*innen und Richter*innen. Alle haben eine bestimmte Rolle in diesem System – und man darf keine dieser Genannten irgendwie vernachlässigen.

Das führt zur nächsten Fragestellung: Wie können die Beteiligten wieder die Oberhoheit über ihr Leben und ihr Schicksal wieder zurückerhalten – wie können sie selbst sich in der konkreten Situation einordnen – und wie können Sie mit beiden Füßen wieder auf den Boden kommen oder dort bleiben?

Wenn es also gelingen kann, die Beteiligten hier in einem geschützten Setting unter Anleitung und Begleitung eines allparteilichen Dritten – dem Mediator – zu begleiten, kann ein wesentlicher Perspektivwechsel erfolgen:

Die Beteiligten sind dann nicht dem Gefühl ausgesetzt, ohnmächtige Objekte in einem vielstimmigen Konzert vieler unterschiedlicher Interessen zu sein, sondern selbst diejenigen, die das Heft in der eigenen Hand behalten können.

Das ist aufgrund der Vielschichtigkeit familiärer Konflikte nicht einfach – und es bedarf daher einer guten und gründlichen Konfliktklärung und Konfliktbegleitung. Ein Königsweg ist das – siehe oben – nicht in jedem Falle. Und auch dann, wenn dieser Weg eingeschlagen wird, ist er nur dann erfolgsversprechend, wenn das Setting und das gemeinsame Vorgehen klar strukturiert und formalisiert ablaufen – aber die inhaltliche Ausgestaltung muss den jeweiligen individuellen Bedürfnissen angepasst sein.

Hier gibt es – abseits der gerichtlichen Auseinandersetzung von Ehewohnung über Haushaltsgegenstände, Kinder, Unterhalt und Vermögensauseinandersetzung  – viele alternative Möglichkeiten, die gemeinsam erörtert und erarbeitet werden können.

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Acht Faktoren, die eine Trennung oder Scheidung begünstigen können

Was sind die Faktoren, die eine Trennung oder Scheidung begünstigen können?

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Die nachfolgend zitierte Seite führt hier acht verschiedene Faktoren auf, die allesamt dazu beitragen können, dass eine Beziehung oder Ehe in die Brüche gehen könnte.

Quelle: 8 Things That Predict Divorce, According to Science | Science Times

Diese Daten beruhen auf verschiedenen wissenschaftlichen Erhebungen.
Was können wir daraus für Schlüsse ziehen? Es reicht sicherlich nicht aus, eine konkrete Trennungssituation an diesen Kriterien zu messen, um dann ein Urteil über das Schicksal der Betroffenen fällen zu können.

Aber gerade wenn es darum geht, Trennung und Scheidung in einem Mediationsprozess zu begleiten und deren Folgen einer Lösung zuzuführen, sind diese Erkenntnisse durchaus hilfreich. Die Verifizierung oder Falsifizierung dieser jeweiligen Annahmen aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen im Rahmen der Konfliktklärung kann dabei helfen, Brücken zu finden, auf denen ein wechselseitiges Verständnis in der konkreten Situation aufgebaut werden kann.

Denn entscheidend ist, dass der Konflikt umfassend geklärt werden kann und die jeweiligen Sichtweisen der Konfliktpartner*innen entsprechend dargestellt werden können und auch gewürdigt werden. Das stellt mitunter eine gewaltige Herausforderung dar – vorallem dann, wenn beide Konfliktparteien aus einem System kommen, wie in den beschriebenen Faktoren erläutert, und deswegen von sich aus die Sprache gar nicht auf diese Problemzone richten können.

Eine behutsame Klärung und Hinführung durch den Mediator kann hierbei helfen, einen gemeinsamen blinden Fleck aufzuhellen und damit den Weg für eine einvernehmliche Lösung zu bereiten.

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Unterhaltsrecht: Online-Vortrag (nicht nur) für Wiesbaden

Das neue Jahr hat eine neue Düsseldorfer Tabelle mit sich gebracht – und in deren Folge haben die Oberlandesgerichte auch ihre unterhaltsrechtlichen Leitlinien angepasst.

Was das bedeutet und wie mit dieser neuen Tabelle umzugehen ist, wie die Kindergelderhöhung sich auf den Kindesunterhalt auswirkt und vieles mehr ist Gegenstand des nächsten online-Vortrages für den ISUV Wiesbaden am Donnerstag, den 14.01.2021.

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Auch wenn es sich um ein online-Format handelt, besteht ausreichend die Möglichkeit der – hoffentlich spannenden – Diskussion.

Einwahldaten für diese Veranstaltung sind über den ISUV in Wiesbaden erhältlich.

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Was genau ist Familien-Mediation?

Dieser Frage geht Marianna Lambrou auf der Seite von RaydenSolicitors nach:

Quelle: What is Family Mediation? | Rayden Solicitors

Un wieder einmal zeigt es sich: Für den erfahrenen Mediator gibts zwar nichts grundlegend Neues, aber sollte man deswegen diesen Text zur Seite legen und zur Tagesordnung übergehen?

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Es gehört doch gerade zum Wesen der Mediation, die Bedürfnisse der Mediant*innen zu ermitteln und auf dieser Basis weiter zu arbeiten. So gesehen ist ein Text, der im Wesentlichen Grundlagen vermittelt, die man als Mediator „drauf“ haben muss, aber ein gutes Beispiel dafür, wie ein Rollenwechsel in der mediativen Praxis aussieht:

Die Kollegin hat diesen Text ja nicht für ihre Kollegenschar geschrieben, sondern für Menschen, die sich in einem familiären Konflikt befinden. Diese stellen sich die Frage, wie es nun weiter gehen kann und weiter gehen soll. Anwaltsbesuch, auf Freund*innen hören, Mediation, Therapie…. Wir, die wir professionell von außen auf solche Konfliktlagen schauen, müssen uns immer wieder vergegenwärtigen, wie es in den Menschen, die Rat und Hilfe suchen aussieht und wo man diese Menschen abholen kann und muss, um an der Lösung des aktuen Konfliktes zu arbeiten.

Vor diesem Hintergrund müssen auch wir immer wieder die Frage danach, was Familienmediation eigentlich ist, neu beantworten:

Es ist so einfach nicht:

Mediation ist in erster Linie ein selbstverantwortetes und eigenständiges Verfahren, um eine Konfliktlage aufzulösen und eigenverantwortlich eine Lösung zu erarbeiten, die die eigenen Bedürfnisse und die des Konfliktpartners oder der Konfliktpartnerin so berücksichtigt, dass für alle Beteiligten gleichermaßen die bestmögliche aller Möglichkeiten erkannt und realisiert wird.

Da steckt zunächst ganz schön viel Verantwortung und Eigeninitiative drin. Das ist nicht ganz einfach, zumal dann, wenn in der konkreten Situation gerade viel, was an Halt und Stabilität vorhanden schien, in Frage gestellt sein kann.

Warum sollte man sich also so etwas antun?
Wo können die Vorteile liegen?

Diese Antworten fallen je nach Situation unterschiedlich aus: Allein die Kosten, die gerne ins Feld geführt werden, können es nicht sein, denn wenn das Mediationsverfahren scheitert, ist das Geld „in den Sand gesetzt.“ Geschwindigkeit, passgenaue Lösungen sind Vorteilspunkte. Was auch eine Rolle spielen kann, sind Fragen nach der Beweislast: Das ist ein Thema, dem sich „normale“ Menschen nur schwer zuwenden können, wer muss was vor Gericht unter Beweis stellen? Was kommt dabei heraus? Wie ist das mit Wertgutachten? Fragen, die im gerichtlichen Verfahren Zeit und Geld beanspruchen können und Ungewissheiten bis zum Ende offen lassen. Wer weiß schon, was ein Gutachten an Ergebnissen bringt?

Dann geht es auch um die Zeit nach dem Konflikt: Über die Kinder sind Eheleute über Jahre und zum Teil Jahrzehnte noch finanziell und sorgerechtlich aneinander gebunden. Wie will man hier den Blick nach vorne richten, wenn die Vergangenheit noch nicht aufgearbeitet ist?

Wenn solche Fragen im Vordergrund stehen, dann muss man sich vergegenwärtigen, dass der Mediator dann derjenige ist, der deswegen dazwischen zu schalten ist, weil die Fragen und die Sichtweisen der Konfliktparteien unterschiedlicher nicht sein können. Die gestörte Kommunikation muss über einen Kondensator und Katalysator wieder zum Laufen gebracht werden.

Das ist die eigentliche Kunst: Die Mediant*innen zu befähigen, ihre Eigenverantwotrung zu erkennen und dabei zu unterstützen, diese auch wahrnehmen zu können, Bedürfnisse zu artikulieren und andere Bedürfnisse als solche anzuerkennen. Einen Boden zu bereiten, auf dem dann die weitere Zukunft für jeden der Konfliktparteien aufgebaut werden kann, Verstrickungen zu lösen und das Ganze in einen rechtssicheren Rahmen zu geben.

Damit aber – und damit bin ich wieder am Anfang – ein solches gelingen kann, bedarf es auch dieser grundlegenden Informationen wie auf der zitierten Seite. Deswegen bin ich der Kollegin auch dankbar dafür!

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Was kommt nach der Mediation?

Das frägt die Seite OnlyMums etwas provokativ:

Quelle: What Happens After Mediation? – OnlyMums

Die beschriebene Ausgangslage heißt: Schön, wir waren in den Mediationssitzungen gewesen, wir haben gearbeitet und dann uns auf etwas geeinigt. Aber was kommt dann? Wie verbindlich ist das Ganze? Wer garantiert mir, dass die Vereinbarungen auch umgesetzt werden?

Im Trennungs- und Scheidungskonflikt kommt es für das Gelingen entscheidend darauf an, dass der andere Teil sich nicht nur darauf verlassen können muss, dass die Vereinbarung hält. Vielmehr sollten die Verpflichtungen auch in eine verbindliche Form gegossen werden, die im Falle des Nicht-Einhaltens dem anderen Teil schnelle Hilfe zukommen lassen kann. Das geschieht beispielsweise in einer notariell beurkundeten Scheidungsfolgenvereinbarung, dass sich derjenige, der sich zu einer Leistung verpflichtet, der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft. Das macht die notarielle Urkunde zu einem Vollstreckungstitel.

Neben diesen worst-case-Szenarien, die aber als Sicherungen für das Gelingen einer Vereinbarung durchaus notwendig sind, will man nachgelagerte Gerichtsverfahren zur Erlangung des eigentlich schon Vereinbarten vermeiden, gehört in eine die Mediation abschließende Vereinbarung auch eine Verpflichtung, etwaige Streitpunkte zunächst in einem Mediationsverfahren klären zu lassen. Auch sollte erwogen werden, die getroffene Vereinbarung nach einer bestimmten Zeit zu evaluieren, um dann nachzujustieren, bevor der nächste Konflikt virulent wird.

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Woche der Mediation im Vereinigten Königreich: Eine Erfolgsstory

Family Mediation Council hat anlässlich der Woche der Mediation eine interessante Statistik veröffentlicht, wonach Mediationen in familiären Auseinandersetzungen eine Erfolgsquote von über 70% aufweisen würden:
— Weiterlesen www.familymediationcouncil.org.uk/2020/01/20/survey-shows-mediation-is-successful-in-over-70-of-cases/

Diese Zahlen sind sicherlich genau zu prüfen, immerhin geht die Gesamtzahl ja von allen Fällen aus, in denen überhaupt eine Mediation stattfindet. Es wäre aber zu kurz gegriffen, andererseits eine Fail-Quote von 30% nach vorne zu stellen.

Richtig ist, dass Mediation weder ein Selbstläufer ist, noch ein Erfolgsgarant. Es ist ein anspruchsvolles Verfahren, das den Beteiligten ein höheres Maß an Selbstverantwortung abverlangt als eine gerichtliche Auseinandersetzung. Wenn aber die Rahmenbedingungen stimmen und die Beteiligten sich darauf einlassen können, so geht die Untersuchung auch, dass die mit der Verantwortung gewonnene lösungsorientierte und auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmtes Arbeit von den Beteiligten als vorteilhaft beschrieben werden.

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Ein winterliches Idyll an der Donau

Dies kann auch als Sinnbild für den Umgang mit Konflikten herhalten. Die Kälte hat alles fest im Griff, nur ein paar Enten tummeln sich auf dem Wasser. Der Schnee hat eine geschlossene Decke über die Natur gelegt. Das Schloss, das über der Donau auf dem Felsen thront, hat sich mit einer weißen Haube bedeckt und scheint in sich zu ruhen.

Ein Bild der Ruhe und des Friedens – doch die Fragen gehen in zwei Richtungen: was muss getan werden, dass dieses Idyll nicht nur ein flüchtiger Augenblick bleibt, und könnte es sein, dass der Schnee mit seinem unschuldigen Weiß etwas verdeckt, das beim Tauwetter unangenehm werden könnte?

Daraus folgt aber, dass zur Beantwortung beider Fragen es einer gründlichen Klärung bedarf. Die Klärung eines Konflikts bedarf daher besonderen Sorgfalt, damit nicht im späteren Prozess – bei einsetzendem Tauwetter – unangenehme Dinge, die bislang gut verborgen waren, ans Tageslicht kommen.

Auf der anderen Seite ist aber auch die Schaffung eines Verständnisses für ein gemeinsam zu definierendes Ziel, ein zu erreichender Wunschzustand, mit dem ersten untrennbar verknüpft: Damit wird ein Perspektivenwechsel geschaffen, vom Gegeneinander im Konflikt hin zur Erreichung eines gemeinsam formuliertes Ziel aus unterschiedlichen Richtungen und von verschiedensten Positionen aus.

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Betreuungsunterhalt trotz neuer Partnerschaft? – neu bei juris

Eine Frau, die im Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes nicht mit dessen Vater verheiratet ist, hat sie einen eigenständigen Unterhaltsanspruch aus § 1615l BGB.

Dieser Anspruch hat andere Bemessungsgrundlagen als ein Trennungsunterhalt nach § 1361 BGB oder nachehelicher Unterhalt nach § 1569 ff. BGB.

Während das Zusammenleben mit einem neuem Lebensgefährten den Anspruch auf Trennungs- oder nachehelichen Unterhalt gefährden kann, stellt sich diese Frage auch beim Betreuunngsunterhalt. Das OLG Frankfurt hat hierzu kürzlich einen Beschluss erlassen. Ich habe diesen für AnwZert Familienrecht bei juris aufgearbeitet.

Meine Anmerkung ist hier auf juris zu finden.