Trennungskinder – Scheidungskinder

Heute bin ich zu Gast beim Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ISUV in Mainz. Dort werde ich über Trennungskinder und Scheidungskinder reden.

Hierbei geht es darum, dass bei diesem Vortrag ein Perspektivwechsel versucht werden soll: Nicht die Eltern und ihr Konflikt steht im Mittelpunkt, sondern es geht um die Kinder und deren Bedürfnisse.

Wie diese gestillt werden können und was die rechtlichen Rahmenbedingungen sind, in denen sich die Eltern hierzu bewegen, das will ich an diesem Abend vortragen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den ISUV Mainz und dessen Leiterin, Frau Lenzen, für die Einladung. Ich freue mich auf diesen Abend. Den Vortragsflyer gibt es hier zum Download:

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Kriminalistik 5/2019

Die „Kriminalistik“ Heft 5/2019 ist erschienen. Diesesmal bin ich mit einem Aufsatz, den ich gemeinsam mit Kriminalkommissar Johannes Haack, geschrieben habe, dabei.

Hier ging es um das ewig junge Thema „BodyCams“ – hier als polizeiliches Führungs- und Einsatzmittel im Kontext der Grundrechte.

http://www.kriminalistik.de

Viele Inobhutnahmen in Hamburg: Behörde soll Jugendamtsfälle sichten – taz.de

Die taz berichtet in einem lesenswerten Artikel über Inobhutnahmen in Hamburg.

— Weiterlesen:  www.taz.de/!5468082/

Betroffene Mütter und Väter sollten sich meiner Meinung nach frühzeitig um professionelle Hilfe bemühen und sowohl die Inobhutnahme im gerichtlichen Verfahren zügig einer Überprüfung zuzuführen aber auch um etwaige Gründe hierfür nachhaltig und im Interesse des Kindeswohls zu beseitigen.

Kommentar von Christian Rath zum Urteil zur Zwangsernährung: Die Menschenwürde muss vorgehen – taz.de

Der BGH hat entschieden, wie bereits der Verlauf der mündlichen Verhandlung erwarten ließ: Es soll keinen Schadensersatz geben, wenn Ärzte den Tod eines Menschen hinauszögern. Die Bewertung der „Unnötigkeit“ steht einem nicht zu. Das Urteil ist einseitig, Meint Christian Rath in der taz. Er hebt hervor, dass die Menschenwürde nur dann wirklich gewährt ist, wenn Ärzte eine Patientenverfügung in Händen halten können.

— Weiterlesen www.taz.de/!5582225/

Die „Kriminalistik“ Heft 3 ist erschienen…

…. und darin durfte ich im Campus-Teil einen Beitrag zur Frage veröffentlichen, ob wir für juristische Klausuren und Hausarbeiten in der polizeilichen Ausbildung tatsächlich den Gutachtenstil brauchen.

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Die Erfahrung zeigt einerseits, dass Studierende, die eben nicht die Rechtswissenschaften studieren und hier den Gutachtenstil quasi mit der Muttermilch aufsaugen müssen, sich schwertun.

Im Ergebnis halte ich aber aus den im Aufsatz aufgeführten Gründen es für zielführend, auch den jungen Polizistinnen und Polizisten diesen Stil zu lehren und dann auch in den Klausuren und Hausarbeiten abzuverlangen. Dabei geht es aber nicht um einen Selbstzweck, sondern eher darum, strukturiertes Denken zu schulen und zu fördern.

Mehr dazu gibt es auf der Homepage der Zeitschrift: www.kriminalistik.de

 

Polizei: Fahndung nach Vorurteilen | ZEIT ONLINE

Nach dem Frankfurter Polizeiskandal wagen sich hessische Beamte an einen Selbstversuch: Wie können sie lernen, weniger zu diskriminieren?
— Weiterlesen www.zeit.de/amp/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-03/polizei-diskriminierung-rechtsextremismus-beamte-hochschultag-hfpv

Leihmutterschaft vor dem OLG Frankfurt: Genetische Mutter darf Kind adoptieren

Eine Frau darf ihr durch eine Leihmutter in der Ukraine ausgetragenes Kind nun doch adoptieren, weil die Vermittlung nicht gesetzeswidrig sei.

Das hat nun das OLG in Frankfurt beschlossen.

Damit hat das Gericht der Einheit und dem Schutz der biologischen Familie den Vorrang eingeräumt und sich diesbezüglich auf Art. 6 GG berufen. Die Entscheidung distanzierte sich – anders als die Vorinstanz – von der Anwendung des § 1741 I S2 BGB. Dieser sei zwar durchaus geeignet, das grundsätzliche Verbot der Leihmutterschaft durchzusetzen, so die Richter in Frankfurt.

Diese Auslegung des Amtsgerichts sei aber im Lichte des Art. 6 verfassungswidrig. Schließlich folge aus der Grundgesetznorm, dass ein Kind seinen genetischen Eltern zugeordnet werden können müsse.

Im entschiedenen Fall hatte eine Frau in der Ukraine das Kind ausgetragen. Ihr war eine befruchtete Eizelle der jetzigen Adoptivmutter eingesetzt worden. Der mit dieser Frau verheiratete Mann war der Samenspender gewesen. Er hatte die Vaterschaft bereits anerkannt gehabt.

Quelle via LTO: Leihmutter: Genetische Mutter darf Kind adoptieren

Das Gericht wies nochmals darauf hin, dass die Leihmutterschaft verboten sei, aber im Ergebnis nicht das Kind darunter leiden dürfe. Deswegen sei der Gesetzgeber gefordert.

Umgangsrecht: EU-Parlament irritiert über deutsche Jugendämter

Die FAZ berichtet über ein Verfahren im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments:

Deutschland muss sich in Sachen Sorgerecht demnach auf die Finger schauen lassen. Der Petitionsausschuss des Europaparlaments ist nach Berlin gereist, um dies zu tun, schreibt die Zeitung.

Grund sind wiederholte Fälle, in denen die Gefahr bestand, dass Kinder einem Elternteil entfremdet werden, weil entweder organisatorisch oder im Verfahren diesem nicht genügend entgegengewirkt worden sei:

Quelle: Sorgerecht: EU-Parlament irritiert über deutsche Jugendämter – Inland – FAZ

Entgegen der Überschrift, die die FAZ gewählt hat, geht es aber hier nicht um das Sorgerecht der Eltern ( §1626 BGB) sondern um das Recht des Kindes, Umgang mit einem Elternteil, mit dem es nicht dauerhaft zusammenlebt. (§ 1684 BGB)

Wenn es darum geht, den Umgang von Kindern mit ihren Eltern zu regeln, dann ist das Kindeswohl der einzige und wichtigste Maßstab.

Aus der Erfahrung in Kindschaftssachen ist leider zu berichten, dass genau dieses Recht der Kinder oftmals von den Eltern missbraucht zu werden in Gefahr ist, um anderweitige Interessen durchzusetzen.
Hier wird es dann sehr schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Eine verantwortungsvolle Begleitung von Elternteilen in Umgangssachen muss sich meiner Meinung nach gerade dadurch auszeichnen, dass die Eltern frühzeitig darauf hingewiesen werden und in dieser Haltung bestärkt werden, dass es einzig darum zu gehen hat, dass es gilt, in einer Trennungssituation dem Kind eine stabile Eltern-Kind-Beziehung nicht nur zu ermöglichen, sondern diese auch noch zu fördern.

Es ist richtig, dass hier Eltern in Trennungssituationen unter Umständen sehr viel abverlangt wird, gleichwohl ist es aber dann gerade die Aufgabe der fachlichen Begleitung, hier unterstützend tätig zu sein und dabei zu helfen, Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Es gibt glücklicherweise einen ganzen Strauß an Möglichkeiten, wie Eltern hier unterstützt und gestärkt werden können, den Kontakt zu den Kindern zu halten und zu vertiefen. Es ist dabei nicht gesagt, dass diese Möglichkeiten sofort, selbstverständlich und gerne in Anspruch genommen werden.

Vor jedem Reflex, den Umgang einzuschränken oder gar auszusetzen, sollte man aber – im Interesse der Kinder – prüfen, wie man den sich tatsächlich im konkreten Einzelfall auftuenden Schwierigkeiten begegnen kann und wie man diese aus dem Weg räumt, gegebenenfalls Sicherheiten für den anderen Elternteil einbaut und den Kindern einen Anker der Stabilität in einer ansonsten für sie fremd und bedrohlich wirkenden Situation gibt.

Auf der anderen Seite sind auch die Elternteile, die nicht mit den Kindern zusammenleben, daran zu halten, dass sie für die Kinder da zu sein haben und eine regelmäßige und tiefe Bindung erhalten müssten, auch wenn ansonsten Kränkungen oder andere Schwierigkeiten (auch Gleichgültigkeiten) dies nicht nahe legen.

Wenn sich nun das EU-Parlament der deutschen Jugendämter annimmt, dann ist nur ein wichtiger Schritt getan. Mindestens ebenso wichtig erachte ich die Aufgabe aller im Familienrecht tätigen Professionen, die Eltern hierbei im Interesse der Kinder zu stärken, die (wahren!) Interessen der Kinder zu unterstützen und nach konstruktiven, dem Kindeswohl dienlichen Lösungen zu suchen und deren Umsetzung zu begleiten, Schwierigkeiten zu entschärfen und sachfremde Konflikte (Geld, Unterhalt, neue Partner) als solche zu entlarven und außerhalb der Kindschaftssache zu lösen.

 

SZ: Komplizierte Gesetze? Versteh einer die Juristen

Viele Menschen in Deutschland finden, Gerichtsverfahren zu lange dauern, Gesetze zu kompliziert und Strafen zu milde sind. Stimmt das?

Die Süddeutsche geht zum Jahresende dem Ganzen in einem lesenswerten Artikel nach – und findet dabei auch die Fallen des Populismus.
— Weiterlesen ist zu empfehlen: www.sueddeutsche.de/panorama/recht-gesetze-paragrafen-1.4268673!amp