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Diese Woche: ISUV-Themenabend „Rosenkrieg“

Diese Woche findet am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 ab 19:30 Uhr der letzte Themenabend diesen Jahres des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. in Sigmaringen statt.

Zum Jahresausklang dreht sich im Gasthaus „Bären“ in Sigmaringen alles um den so genannten „Rosenkrieg“.
Hierbei soll es nicht nur um die Streitereien, die bei Trennung und Scheidung möglich sind, gehen. Vielmehr soll einerseits Rechtssicherheit bei den Betroffenen gehen, um die anstehenden Themen auf fundiertem Boden zielgerichtet bearbeiten zu können. Auf der anderen Seite werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, die mit alternativen Konfliktlösungsinstrumenten sich der „Rosenkrieg“ tatsächlich vermeiden lässt.

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ISUV zum neuen Unterhaltsvorschuss: Erweiterter Kreditrahmen für Kinder

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht, ISUV/VDU e.V. begrüßt die Neuregelung des Unterhaltsvorschussrechts.

Unterhalt

Er gibt aber, meiner Meinung nach zu Recht, zu bedenken, dass die pauschale Verurteilung der Väter und Mütter, derentwegen der Unterhaltsvorschuss gewährt werden muss, nicht in Ordnung geht.

Wie der Name sagt, handelt es sich hier um einen Vorschuss. Dieser wird vom Unterhaltsschuldner dann zurückverlangt, wenn dieser wieder tatsächlich leistungsfähig ist.

Aufgrund von bestimmten Lebenssituationen scheidet die Möglichkeit, der Verpflichtung zum Unterhalt nachkommen zu können, schlichtweg aus. Gleichwohl muss das Kind den Lebensunterhalt gesichert bekommen. Dafür tritt dann die Solidargemeinschaft mit einem Kredit an den Unterhaltsschuldner ein.

Die Quote derer, die sich um ihre Verpflichtung, Unterhalt zu zahlen, tatsächlich drücken ist gering. Nicht zuletzt stellt die Unterhaltspflichtverletzung eine Straftat dar. Es handelt sich daher keinesfalls um ein Bagatelldelikt, wenn der geschuldete Unterhalt dem Kind verweigert oder vorenthalten wird.

Quelle: Unterhaltsvorschuss: Erweiterter Kreditrahmen für Kinder | ISUV

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

Gezieltere Anfragen zum Thema sind auch über mein Portal www.anwalteasy.com möglich.

„Der Rosenkrieg“ – Thema beim nächsten ISUV-Themenabend

Am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 findet um 19:30 Uhr der letzte Themenabend diesen Jahres des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. in Sigmaringen statt. Im Gasthaus „Bären“ in Sigmaringen dreht sich alles um den so genannten „Rosenkrieg“.

In Anlehnung an den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1989 von Danny DeVito mit Michael Douglas und Kathleen Turner in den Hauptrollen , in dem der Anwalt Gavin D’Amato einem Mandanten die Geschichte der tragisch verlaufenden Scheidung des Ehepaares Oliver und Barbara Rose erzählt, geht der Themenabend möglichen Konfliktszenarien in Trennungs- und Scheidungssituationen nach. Ausgehend von Positionen, die von Trennungspartnern in solchen Situationen vertreten werden, erläutere ich die aktuelle Rechtslage.

Hierbei geht es sowohl um Fragen im Unterhaltsrecht und im Güterrecht, mitbehandelt werden auch Streitpunkte im Rahmen der elterlichen Sorge und des Umgangs mit den gemeinsamen Kindern.

Der Film endet tragisch mit dem Tod der Akteure.

Ich will anhand der rechtlichen Fragestellungen Möglichkeiten aufzeigen, wie sich solche Situationen vermeiden lassen und Alternativen zu Rosenkriegsszenarien aufzeigen.

Dabei werde ich auch die Möglichkeiten der Mediation als Konfliktlösungsinstrument bei Trennung und Scheidung vorstellen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Es besteht die Möglichkeit zur ausgiebigen Diskussion.

Statistisches Bundesamt: Ehen halten länger

Der Tagesspiegel hat eine Untersuchung des Statistischen Bundesamts veröffentlicht:

Statistisches Bundesamt: Ehen halten länger – Welt – Tagesspiegel.

Demnach halten die Ehen länger als noch im Jahre 1992. Die durchschnittliche Ehedauer ist auf 14 Jahre und 2 Monate angestiegen.Trotzdem sei die Scheidungsquote insgesamt gestiegen. So lande ungefähr jede dritte Ehe beim Scheidungsrichter. Die Zahl der Scheidungen gehe zwar insgesamt zurück, dies sei aber darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Eheschließungen insgesamt rückläufig sei.

Das gesunkene Vertrauen in die Institution Ehe führt aber nicht dazu, dass die im Zusammenhang mit einer Trennung verbundenen Probleme und die zu lösenden Aufgaben weniger werden.

Wenn Sie weitere Fragen zum Unterhaltsrecht haben, finden Sie hier unser online-Angebot rund um das Unterhaltsrecht.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen auch telefonisch zur Verfügung. Sie finden hier unser Angebot der telefonischen Rechtsberatung.

 

 

 


Trennungskinder

Kinder leiden darunter, wenn die Beziehung zwischen den Eltern in die Brüche geht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Vater und Mutter miteinander verheiratet waren oder nicht.

 

Eine Trennung stellt für Kinder eine schier unüberwindliche Zäsur dar. Auch wenn die Trennung scheinbar eine Erlösung von unendlich scheinenden Streitereien zwischen den Eltern darstellt, ist der Verlust einer Bezugsperspn für die Kinder im Vordergrund zu sehen.

Brother & Sister Reading a Book Together

Oftmals kommt zu der Trennung von Vater oder Mutter auch ein Wohnungs- oder Ortswechsel hinzu. Dann tritt neben den Trennungsschmerz auch noch der Verlust von einer gewohnten Umgebung und Freundinnen oder Freunden.

 

Kinder können nur schwer oder gar nicht verstehen, warum die Eltern sich getrennt haben. Kinderpsychologische Untersuchungen zeigen, dass es sogar dazu kommen kann, dass die Kinder sich die Schuld dafür geben, dass Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben. Gerade bei jüngeren Kindern ist wegen deren eigener Perspektive dieses zu beobachten.

 

Verantwortung

 

Gerade in Trennunssituationen haben beide Elternteile eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Kindern.

 

Obwohl die Beziehung zwischen den Eltern auf der Paarebene zerstört ist, sollten es beide Teile vermeiden, den Kindern gegenüber seiner Wut gegen den anderen Elternteil Ausdruck zu verleihen.

 

Kinder werden sonst leicht zum Spielball zwischen den verletzten Gefühlen der Erwachsenen. Dies verlangt ein hohes Maß an Verantwortung und Selbstdisziplin.

 

Das beginnt schon damit, dass die Kinder in den Trennungsprozess so sachlich wie möglich einbezogen werden und frühzeitig informiert werden. Gleichzeitig bedarf es einer frühzeitigen Absprache über die Folgen der Trennung für die Kinder und wie die Eltern sich das Elternsein in Zukunft vorstellen. Ist ein solches Gespräch nicht mit beiden Eltern möglich, sollten Beratungsangebote in Erwägung gezogen werden.

 

In der Regel sind Schuldzuweisungen und Schuldsuche zu unterlassen, es sei denn, dem anderen Elternteil wäre ein so schwerwiegendes Fehlverhalten zur Last zu legen, dass die Kinder darunter zu leiden hatten. Hierzu zählen in erster Linie Gewalt und Alkohol- oder Drogenkonsum, nicht aber die Hinwendung zu einem anderen Partner. Auf jeden Fall muss man gegenüber dem Kind glaubhaft und ernsthaft betonen, dass die Trennung der Eltern in keinster Weise mit dem Kind zu tun hat und dies nur eine Sache zwischen den Eltern ist. Es ist von immenser Wichtigkeit, zu betonen, dass es nicht die Kinder sind, die Schuld daran tragen, wenn die Eltern auseinander gehen.

 

Selbst wenn die Verletzung der eigenen Gefühle durch den Expartner noch so schwer wiegt und die Enttäuschung über den zerstörten Lebensentwurf die Sichtweise verständlich einengt, so sollte man niemals in Gegenwart der Kinder negativ über den andere Elternteil sprechen.

 

Kinder lieben in der Regel beide Elternteile und fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn sie plötzlich Partei ergreifen sollen. Kinder neigen auch dazu, sich vordergründig mit dem Elternteil zu solidarisieren, bei dem sie leben. Die Kinder können ihre Bedürfnisse nicht so äußern, sondern glauben, sich durch die Ablehnung des anderen Elternteils die höhere Aufmerksamkeit des betreuenden Elternteils verdienen zu können.

 

Beide Elternteile spielen im Leben eines Kindes eine wichtige Rolle. Kinder lernen von ihren Vätern andere Dinge und Verhaltensmuster, als von ihren Müttern.

 

Dies hat der Gesetzgeber erkannt und im Wege der Kindschaftsrechtsreform in das Gesetz geschrieben, dass der Umgang mit dem anderen Elternteil ein Recht des Kindes ist. Nur schwerwiegende Gründe dürfen zum Ausschluss des Umgangsrechts führen.

 

 

Elterliche Sorge

Die gemeinsame elterliche Sorge überdauert Trennung und Scheidung, wenn nicht durch das Gericht eine Abänderung der Sorgerechtssituation herbeigeführt wird. Das Sorgerecht ist ein Pflichtenrecht. Das heisst, dass beide Eltern für ihre Kinder in der Pflicht sind, für sie zu sorgen.

 

Beratung

 

Von Trennung und Scheidung betroffene Eltern sollten sich nicht scheuen, entsprechende Beratungsangebote wahrzunehmen.

 

Gerade die eigene Betroffenheit und die oftmals als Hilflosigkeit empfundene Situation macht es schwer, eine andere Sichtweise auf den Trennungskonflikt zu akzeptieren. Damit kann es aber unter Umständen dazu kommen, dass die Bedürfnisse der Kinder nicht rechtzeitig erkannt und Warnsignale übersehen werden.

 

Die Jugendämter und die Beratungsstellen haben die Verpflichtung, für die Eltern in diesen schwierigen Situationen da zu sein und beratend und unterstützend zu wirken.

Hier gibt es die zugehörige Info-Broschüre zum download: vortrag isuv 10-12 sigmaringen trennungskinder

Kinder leiden darunter, wenn die Beziehung zwischen den Eltern in die Brüche geht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Vater und Mutter miteinander verheiratet waren oder nicht.

 

Eine Trennung stellt für Kinder eine schier unüberwindliche Zäsur dar. Auch wenn die Trennung scheinbar eine Erlösung von unendlich scheinenden Streitereien zwischen den Eltern darstellt, ist der Verlust einer Bezugsperspn für die Kinder im Vordergrund zu sehen.


Oftmals kommt zu der Trennung von Vater oder Mutter auch ein Wohnungs- oder Ortswechsel hinzu. Dann tritt neben den Trennungsschmerz auch noch der Verlust von einer gewohnten Umgebung und Freundinnen oder Freunden.

 

Kinder können nur schwer oder gar nicht verstehen, warum die Eltern sich getrennt haben. Kinderpsychologische Untersuchungen zeigen, dass es sogar dazu kommen kann, dass die Kinder sich die Schuld dafür geben, dass Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben. Gerade bei jüngeren Kindern ist wegen deren eigener Perspektive dieses zu beobachten.

 

Verantwortung

 

Gerade in Trennunssituationen haben beide Elternteile eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Kindern.

 

Obwohl die Beziehung zwischen den Eltern auf der Paarebene zerstört ist, sollten es beide Teile vermeiden, den Kindern gegenüber seiner Wut gegen den anderen Elternteil Ausdruck zu verleihen.

 

Kinder werden sonst leicht zum Spielball zwischen den verletzten Gefühlen der Erwachsenen. Dies verlangt ein hohes Maß an Verantwortung und Selbstdisziplin.

 

Das beginnt schon damit, dass die Kinder in den Trennungsprozess so sachlich wie möglich einbezogen werden und frühzeitig informiert werden. Gleichzeitig bedarf es einer frühzeitigen Absprache über die Folgen der Trennung für die Kinder und wie die Eltern sich das Elternsein in Zukunft vorstellen. Ist ein solches Gespräch nicht mit beiden Eltern möglich, sollten Beratungsangebote in Erwägung gezogen werden.

 

In der Regel sind Schuldzuweisungen und Schuldsuche zu unterlassen, es sei denn, dem anderen Elternteil wäre ein so schwerwiegendes Fehlverhalten zur Last zu legen, dass die Kinder darunter zu leiden hatten. Hierzu zählen in erster Linie Gewalt und Alkohol- oder Drogenkonsum, nicht aber die Hinwendung zu einem anderen Partner. Auf jeden Fall muss man gegenüber dem Kind glaubhaft und ernsthaft betonen, dass die Trennung der Eltern in keinster Weise mit dem Kind zu tun hat und dies nur eine Sache zwischen den Eltern ist. Es ist von immenser Wichtigkeit, zu betonen, dass es nicht die Kinder sind, die Schuld daran tragen, wenn die Eltern auseinander gehen.

 

Selbst wenn die Verletzung der eigenen Gefühle durch den Expartner noch so schwer wiegt und die Enttäuschung über den zerstörten Lebensentwurf die Sichtweise verständlich einengt, so sollte man niemals in Gegenwart der Kinder negativ über den andere Elternteil sprechen.

 

Kinder lieben in der Regel beide Elternteile und fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn sie plötzlich Partei ergreifen sollen. Kinder neigen auch dazu, sich vordergründig mit dem Elternteil zu solidarisieren, bei dem sie leben. Die Kinder können ihre Bedürfnisse nicht so äußern, sondern glauben, sich durch die Ablehnung des anderen Elternteils die höhere Aufmerksamkeit des betreuenden Elternteils verdienen zu können.

 

Beide Elternteile spielen im Leben eines Kindes eine wichtige Rolle. Kinder lernen von ihren Vätern andere Dinge und Verhaltensmuster, als von ihren Müttern.

 

Dies hat der Gesetzgeber erkannt und im Wege der Kindschaftsrechtsreform in das Gesetz geschrieben, dass der Umgang mit dem anderen Elternteil ein Recht des Kindes ist. Nur schwerwiegende Gründe dürfen zum Ausschluss des Umgangsrechts führen.

 

 

Elterliche Sorge


Die gemeinsame elterliche Sorge überdauert Trennung und Scheidung, wenn nicht durch das Gericht eine Abänderung der Sorgerechtssituation herbeigeführt wird. Das Sorgerecht ist ein Pflichtenrecht. Das heisst, dass beide Eltern für ihre Kinder in der Pflicht sind, für sie zu sorgen.

 

Beratung

 

Von Trennung und Scheidung betroffene Eltern sollten sich nicht scheuen, entsprechende Beratungsangebote wahrzunehmen.

 

Gerade die eigene Betroffenheit und die oftmals als Hilflosigkeit empfundene Situation macht es schwer, eine andere Sichtweise auf den Trennungskonflikt zu akzeptieren. Damit kann es aber unter Umständen dazu kommen, dass die Bedürfnisse der Kinder nicht rechtzeitig erkannt und Warnsignale übersehen werden.

 

Die Jugendämter und die Beratungsstellen haben die Verpflichtung, für die Eltern in diesen schwierigen Situationen da zu sein und beratend und unterstützend zu wirken.