Schlagwort-Archive: Kindeswohl

Diese Woche: ISUV-Themenabend „Rosenkrieg“

Diese Woche findet am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 ab 19:30 Uhr der letzte Themenabend diesen Jahres des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. in Sigmaringen statt.

Zum Jahresausklang dreht sich im Gasthaus „Bären“ in Sigmaringen alles um den so genannten „Rosenkrieg“.
Hierbei soll es nicht nur um die Streitereien, die bei Trennung und Scheidung möglich sind, gehen. Vielmehr soll einerseits Rechtssicherheit bei den Betroffenen gehen, um die anstehenden Themen auf fundiertem Boden zielgerichtet bearbeiten zu können. Auf der anderen Seite werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, die mit alternativen Konfliktlösungsinstrumenten sich der „Rosenkrieg“ tatsächlich vermeiden lässt.

Werbeanzeigen

OLG Stuttgart: Vater kann mit Umgangsvereitelung Erfolg haben.

Umgangsrecht
Eine Entscheidung des OLG Stuttgart muss zunächst Erstaunen und Kopfschütteln hervorrufen.

Ein Vater hatte nach der Trennung sein  jetzt 12-jähriges Kind bei sich im Haus seiner Eltern aufgenommen. Sowohl Vater als auch die Großeltern taten alles, um das Kind von seiner Mutter fernzuhalten und zu entfremden.

Auch die Einrichtung einer Umgangspflegschaft brachte nicht das gewünschte Ergebnis.

Im Verfahren nun ist das Gericht zur Überzeugung gekommen, dass der geäußerte Wille des Kindes, mit seiner Mutter nichts zu tun haben zu wollen, authentisch sei und daher auch beachtlich.

Die Folge: Der Umgang der Mutter mit dem Kind wurde bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ausgesetzt.

Das Verhalten des Vaters kann hier auch unter Zugrundelegung der Ausführungen des Gutachters als kindeswohlgefährdend eingestuft werden. Darüber hinaus hat er gegen die gesetzlichen Pflichten aus § 1684 BGB verstoßen.

Aus seiner Sicht ist er trotzdem vom Gericht belohnt worden…..

Quelle: Vater torpediert erfolgreich das Umgangsrecht der Mutter | Recht | Haufe

OLG Stuttgart, Beschluss v. 23 1.2.2015, 15 UF 192/13

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Beratung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

Gezieltere Anfragen zum Thema sind auch über mein Portal www.anwalteasy.com möglich.

Alle Jahre wieder…Weihnachtszeit – Schwere Zeit für nicht wenige getrenntlebende Eltern und deren Kinder

Jedes Jahr ist die Adventszeit eine besondere Zeit für getrennt lebende Eltern und deren Kinder. Viele schaffen es, hier eine für die Kinder gute Lösung zu suchen und zu finden. Allerdings gibt es sehr viele Fälle, in denen die Vorweihnachtszeit und das Weihnachtsfest zur Qual für Väter, Mütter, Kinder wird.

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ISUV/VDU e.V. weist auf seiner Homepage darauf hin und gibt Lösungsansätze.

Alle Jahre wieder…Weihnachtszeit – Schwere Zeit für nicht wenige getrenntlebende Eltern und deren Kinder | ISUV.

Im Interesse der Kinder sollte gerade am „Fest der Liebe“ alles getan werden, den Kindern zwar nicht eine heile Welt vorzugaukeln, aber doch die Belastung von ihnen fern zu halten.

Wenn es zu keiner Einigung zwischen den Eltern kommen kann und auch ein Vermittlungsgespräch beim Jugendamt keinen Erfolg hat, dann sollte ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim zuständigen Familiengericht gestellt werden. Dabei gilt, dass eine möglichst frühzeitige Antragstellung noch die Möglichkeit gibt, eine mündliche Verhandlung zu erreichen.

Leider ist der Wunsch, das Weihnachtsfest zum Anlass zu nehmen, die Eltern-Kind-Beziehung zu überdenken und dem Kind die Möglichkeit, beide Eltern erleben zu können, oftmals nur ein frommer.

Gerne steht Ihnen Rechtsanwalt Hoheisel-Gruler für weitere Fragen zum Thema auch telefonisch zur Verfügung. Die Kanzlei bietet hierzu des Service einer telefonischen Rechtsberatung unter der kostenpflichtigen Servicenummer 0900-1876000021 an.

Es werden 1,99 Euro pro Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom berechnet. Aus Mobilfunknetzen wird zum Teil vom Netzbetreiber ein Aufschlag berechnet. Der jeweilige Minutenpreis wird aber immer vor Gesprächsbeginn kostenlos angesagt.

Die Einzelheiten hierzu finden Sie hier.

 

Karlsruhe kippt die Regelungen zum Sorgerecht für unverheiratete Väter

Jetzt hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Das Vetorecht der Mütter gegen die gemeinsame elterliche Sorge, wenn die Eltern nicht miteinander verheiratet sind, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

[picapp align=“none“ wrap=“false“ link=“term=father+children+summer&iid=297217″ src=“http://view2.picapp.com/pictures.photo/image/297217/girl-sitting-shoulder-his/girl-sitting-shoulder-his.jpg?size=500&imageId=297217″ width=“318″ height=“480″ /]

Die Nachricht auf tagesschau.de habe ich hier verlinkt.

Der Beschluss des BVerfG ist hier auf den Seiten des Gerichts zum download bereitgestellt.

Die zentralen Aussagen des Gerichts sind folgende:

Der Gesetzgeber greift jedoch dadurch unverhältnismäßig in das 
Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes ein, dass er ihn 
generell von der Sorgetragung für sein Kind ausschließt, wenn die Mutter 
des Kindes ihre Zustimmung zur gemeinsamen Sorge mit dem Vater oder zu 
dessen Alleinsorge für das Kind verweigert, ohne dass ihm die 
Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung am Maßstab des Kindeswohls 
eingeräumt ist. 

Die Regelung des § 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB, der die Teilhabe an der 
gemeinsamen Sorge von der Zustimmung der Mutter abhängig macht, stellt 
ohne die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung einen 
tiefgreifenden Eingriff in das Elternrecht des Vaters aus Art. 6 Abs. 2 
GG dar. Der Gesetzgeber setzt das Elternrecht des Vaters in 
unverhältnismäßiger Weise generell hinter das der Mutter zurück, ohne 
dass dies durch die Wahrung des Kindeswohls geboten ist. 

Der Gesetzgeber ist nunmehr gefordert. Nachdem der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hier bereits hier mit dem Urteil vom 09.12.2009 Maßstäbe gesetzt hatte, ist auf eine schnelle Umsetzung zu hoffen.